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Monatsarchive: März 2013

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Führende Rolle bei der Kulturarbeit

Von

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Mit der Ehrennadel der Oldenburgischen Landschaft wurden [von links) Annegret Schildt, Baerbel Logemann, Wolfgang Strackerjan und Evelin Ritter in der Elsflether Stadthalle ausgezeichnet.

Elsfleth Die vorgetragenen Musikstücke des Bläserensembles der Musikschule Wesermarsch hätten passender nicht sein können bei der 74. Landschaftsversammlung der Oldenburgischen Landschaft am Sonnabend in der Stadthalle Elsfleth: Die Musiker spielten einige Themen aus der Trickfilmserie „Wickie und die starken Männer“. Diese Lieder wiesen auch auf die maritime Bedeutung Elsfleths in der voll besetzten Stadthalle hin.

Viel Prominenz hatte sich morgens eingefunden: Grußworte sprachen Landrat Michael Höbrink sowie der Niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies. Elsfleths Bürgermeisterin Traute von der Kammer beeindruckte mit einer viel beachteten Rede (siehe weiteren Bericht auf dieser Seite). Der Festvortrag von Professor Dr. Eckhard Grunewald (Universität Oldenburg) über das Buch „Ammergausche Frü(h)lingslust“ und das Leben rund um Oldenburg des Historiographen Johann Justus Winckelmann (1620-1699) rundete eine Versammlung ab, die einmal mehr bestätigte, welche Bedeutung diese Vereinigung für das Oldenburger Land besitzt und welch wichtige Rolle die Mitglieder für den Erhalt und die Förderung der Kultur ausfüllen.

  Landschaftspräsident Thomas Kossendey ehrte vier Persönlichkeiten aus dem Landkreis Wesermarsch für ihre Verdienste: Die Ehrennadel der Oldenburgischen Landschaft erhielten die Vorsitzende des Kulturzentrums Seefelder Mühle, Bärbel Logemann, die Vorsitzende des Fördervereins Bronzezeithaus Hahnenknoop (bei Rodenkirchen), Evelin Ritter, die Vorsitzende der Kreisarbeitsgemeinschaft der Landfrauenvereine im Landkreis Wesermarsch, Annegret Schildt, sowie der langjährige frühere Vorsitzende der Kulturmühle Berne, Wolfgang Strackerjan.

Bei seiner Laudatio hob Thomas Kossendey hervor, dass sich Bärbel Logemann in vielerlei Hinsicht um die Kultur in der Wesermarsch verdient gemacht habe, angefangen mit der Restaurierung von Gut Neuenhuntorf. Sie habe die Route der Baukultur mitinitiiert und arbeite in der lokalen Aktionsgruppe Wesermarsch in Bewegung mit. „Beim Aufbau des Handwerkmuseums Ovelgönne wirkte Bärbel Logemann ebenso mit wie bei dem Projekt Himmelfahrt Wesermarsch“, betonte der Landschaftspräsident. Besonders engagiere sich Bärbel Logemann als Vorsitzende des Trägervereins des Kulturzentrums Seefelder Mühle. Sie sei zudem Vorsitzende des Stiftungsrates der Kulturstiftung Wesermarsch und arbeite mit in der Regionalstiftung der Landessparkasse zu Oldenburg.

Seit 2006 sei Evelin Ritter die Vorsitzende des Fördervereins Bronzezeithaus Hahnenknoop. Sie engagiere sich mit großem Elan. Ein Hauptaugenmerk gelte dabei den jüngeren Besuchern. Besonders habe sich Evelin Ritter auch durch das Erarbeiten inhaltlicher und organisatorischer Konzepte verdient gemacht.

Große Verdienste in der Landfrauenarbeit habe sich Annegret Schildt erworben. Sie sei seit vielen Jahren die Vorsitzende der Kreisarbeitsgemeinschaft der Landfrauenvereine. Dieser Zusammenschluss von 15 Ortsvereinen mit mehr als 2200 Mitgliedern sei der größte Frauenverband in der Wesermarsch. Die vielfältigen Aktivitäten der Kreisarbeitsgemeinschaft trügen die Handschrift der Vorsitzenden, sagte Thomas Kossendey.

Als langjähriger Vorsitzender habe Wolfgang Strackerjan im wesentlichen dazu beigetragen, die Berner Kulturmühle zu dem zu machen, was sie heute sei. Der Geehrte war 1992 Gründungsmitglied des Fördervereins Molkerei, des heutigen Vereins Kulturmühle Berne. Bis heute würde er sich für die Kulturmühle einsetzen und habe durch sein Vorbild auch jüngere Mitbürger zum Mitmachen motiviert, merkte Thomas Kossendey an.

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    Eine Erfolgsgeschichte mit 1835 Gästen

    Von Gabriele Bode

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    v.l.: Geschaeftsfuehrerin Karin Dialer-Strackerjan, Clemens Rittel, der sich im Gebaeudebeirat engagiert, der Vorsitzende Wolfgang Focke und der Leiter des Programmbeirats Juergen Graupner (von links).

    Jahreshauptversammlung der Kulturmühle Berne
    Führungswechsel zum nächsten Jahr geplant

    Berne „Wir sind der einzige gemeinnützige Verein im norddeutschen Raum, der keine Schulden hat“, erklärte Wolfgang Focke, Vorsitzendender des Verein Kulturmühle Berne, auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung. Damit sprach er ganz besonders Geschäftsführerin Karin Dialer-Strackerjan seinen Dank aus, die sich neben vielen anderen Aufgaben um die finanziellen Belange des Vereins kümmert. Ihrer Beharrlichkeit bei der Beschaffung von Fördermitteln und Spenden sowie dem Einsatz unzähliger Helfer, die mit ihrer Tatkraft oder materiellen Mitteln immer zur Stelle waren, ist der gute Ruf zu verdanken, den die Kulturmühle inzwischen weit über Bernes Grenzen hinaus hat.

    „Kurz vor seiner Vollendung steht das Gesamtensemble Kulturmühle als Baudenkmal und kulturelles Zentrum“, hieß es in Fockes Bericht. Die zunehmende Vermüllung des Grundstücks durch die wachsende Zahl der leer stehenden Gebäude in der Nachbarschaft sei dabei allerdings ein Ärgernis. Bei den denkmalgeschützten Häusern könnten beispielsweise verstärkt die Eigentümer vom Ordnungsamt in die Pflicht genommen werden, so Focke.

    In 21 Jahren hat der Verein das zuvor Jahrzehnte leer stehende Mühlengebäude Schritt für Schritt saniert. Durch den Wiederaufbau des angrenzenden Maschinenhauses ist es nun fast komplett. Lediglich Pflasterarbeiten und der Zwischenbau, der beide Gebäude verbinden soll, stehen neben der Modernisierung der Toiletten und erforderlichen Brandschutzmaßnahmen noch an. 24 000 Euro der dafür eingeplanten Gesamtkosten von 31  000 Euro sind bereits vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur bewilligt, so dass der Verein auch dieses Mal keinen Kredit aufnehmen muss und die Arbeiten überwiegend in Eigenleistung noch dieses Jahr abschließen kann.

    Stetig wächst die Zahl der Besucher, die dort in ganz besonderer Atmosphäre hautnah die Akteure auf der Bühne erleben möchten. Mit der bunten Mischung des Programms, die künftig mehr jüngere Leute ansprechen möchte, konnten im vergangenen Jahr insgesamt 1835 Gäste angelockt werden. Aber auch in den Künstlerkreisen zählt es mittlerweile als Ehre, hier auf der Bühne stehen zu dürfen, haben Jürgen Graupner, Leiter des Programmbeirats und der Vorsitzende Focke festgestellt.

    Nach dem das Kulturprojekt nun auf einem guten Weg sei, werde es jedoch langsam Zeit, die Führung in jüngere Hände abzugeben, bereitete Karin Dialer-Strackerjan die Anwesenden darauf vor, dass sie und Wolfgang Focke bei den Wahlen im kommenden Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Ihren Nachfolgern wollen beide aber natürlich auch in Zukunft hilfreich zur Seite stehen.

    Die nächste große Veranstaltung wird der Frauentag am 8. März sein. Traute Römisch mit ihrem Programm „Männer sind anders….“ wird zu Gast sein. Um 18 Uhr eröffnet die Gleichstellungsbeauftragte Stefanie Hanft das Frauenfest, zu dem auch ein Fingerfood-Buffet gehört.

     

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