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Clemens Rittel

Clemens Rittel

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Unabhängigkeit ist hier Programm

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BRAKE_BERNE_LEMWERDER_tina-teubner-2014-2Kulturmühle Berne kümmert sich um kulturelles Angebot – Alle Arbeiten ehrenamtlich
Der Schwerpunkt des Programms liegt auf Konzerten und Kabarett. Aber auch Sportveranstaltungen wie die Fußball-Weltmeisterschaft werden gezeigt.

 

Berne Für viele Ratsmitglieder ist der Verein Kulturmühle Berne der Garant für das kulturelle Leben in der Gemeinde. Seit 22 Jahren residiert der Verein an der Langen Straße und bietet den Interessierten über das gesamte Jahr alles, was mit Kunst und Kultur zu tun hat. Einen Großteil des Programm machen Konzerte und Kabarett beziehungsweise Comedyveranstaltungen aus, aber auch Filmvorführungen, Lesungen, Ausstellungen und Kunsthandwerk sowie die Übertragung von Sportveranstaltungen gehören zum Kulturbetrieb. In den Sommermonaten Juni und Juli werden deshalb in diesem Jahr auch wieder die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft übertragen.

„Neben der Entwicklung und Durchführung eines ausgewogenen kulturellen Programms waren wir zunächst mit der Instandsetzung des denkmalgeschützten Haupthauses beschäftigt“, sagt Pressewart Clemens Rittel. Das Haus stand seit der Stilllegung des Mühlenbetriebs im Jahr 1936 leer und war dem Verfall überlassen worden.

2003 konnte der Verein der Kulturmühle die Immobilie von der Erbengemeinschaft Frieling erwerben und hat seitdem die dazugehörenden Nebengebäude instand gesetzt, um auch diese für die Kulturarbeit zu nutzen. Dies geschehe alles in ehrenamtlicher Arbeit, betont Rittel. Denn anders als bei anderen Kulturzentren dies- und jenseits der Weser, werde der Kulturmühlenverein nicht mit regelmäßigen finanziellen Mitteln ausgestattet, um auch hauptamtliche Kräfte finanzieren zu können. „Sämtliche Gelder von außen müssen einzeln beantragt werden. Diese Unabhängigkeit von einem Träger ermöglicht uns aber auch eine künstlerische Freiheit und Flexibilität“, sagt Rittel. Dies werde auch vom Publikum, das zum größten Teil aus dem weiten Umland kommt, zu schätzen gewusst.

Eine Übersicht über die Veranstaltungen in der Kulturmühle in diesem Jahr ist im Infokasten zu finden. Regelmäßig findet hier auch an jedem ersten Mittwoch im Monat der Frauenarbeitskreis Frauenfrühstück statt.

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    Frauenfrühstück

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      Zum Auftakt ein Reisebericht

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      Am Sonnabend, 1. März, 20 Uhr, geht es mit kabarettistischer Unterhaltung weiter. Tina Teubner gastiert mit ihrem Programm „Aufstand im Doppelbett“. Die Künstlerin ist nicht zum ersten Mal Gast in der Kulturmühle. Wer sie schon gehört und gesehen hat, weiß, wie treffend und bissig sie das Beziehungsgeflecht zwischen Frau und Mann analysiert. Ihr zur Seite steht der Pianist Ben Süverkrüp.

      Ende März geht es musikalisch weiter. Der niederdeutsche Liederpoet Helmut Debus aus Brake wird am Freitag, 28. März, 20 Uhr, auf Plattdeutsch von „Dreien und Weihen“ singen. Dabei begleitet ihn sein Sohn Jakob auf der E-Gitarre. Helmut Debus schreibt seit nahezu 40 Jahren Lieder in plattdeutscher Sprache. Als Sänger und Komponist wurde er mit zahlreichen Kultur- und Literaturpreisen ausgezeichnet. In der Kulturmühle wird er bekannte ältere, aber auch ganz neue, bisher noch unveröffentlichte Titel präsentieren.

      Ab Februar startet auch wieder das monatliche Frauenfrühstück. Immer am ersten Mittwoch eines Monat ab 9 Uhr sind Frauen allen Alters aus der Gemeinde eingeladen, sich in der Mühle an den gedeckten Tisch zu setzen. Zwischen klappernden Kaffeetassen und Käsebrötchen kommen sie über aktuelle politische, regionale  und allgemeine Themen ins Gespräch und planen gemeinsame Unternehmungen wie Besichtigungen und Kurzreisen. Im ersten Quartal treffen sich die Frauen am Mittwoch, 5. Februar, und Mittwoch, 5. März.

      Auf der Internetseite www.kulturmuehle-berne.de können sich Interessierte über das neue Programm informieren.

       

       

       

       

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        Programmhefte

        Stand   : 08.06.2017

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        Programm 2. Halbjahr 2017  – 2018 (Flyer)

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        Programm 2. Halbjahr 2017 – 2018  (Übersicht)

         

         

         

         

        Archiv  
        47903534_S Programmheft 2017  Januar – Dezember (Übersicht)

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        Programmheft 2017  Januar – Juni (Flyer)

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        Programmheft 2017  Januar – Juni (Flyer)

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        Programmheft 2016  Januar – Dezember (incl. Korrektur vom 17.03.2016)

        47903534_S Programmheft 2015  Januar – Dezember

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        Programmheft 2014 März – Dezember

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        Programmheft 2014 Januar – Oktober

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        Programmheft 2013

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        Programmheft 2012

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        Programmheft 2011

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        Programmheft 2010

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        Kulturmuehle-3  Protokoll der Jahreshauptversammlung 2013
         

         

        vom             : 28. Februar 2013  in der Kulturmühle Berne

        Teilnehmer : 16 stimmberechtigte Mitglieder – vgl. Anlage

        Beginn        : 19.00 Uhr

        TOP 1: Die Versammlung wird vom 1.Vorsitzenden Wolfgang Focke um 20.00 Uhr eröffnet.
                     16 stimmberechtigte Mitglieder sind anwesend (siehe Anwesenheitsliste).

         Die folgende Tagesordnung wird angenommen:    

        1. Begrüßung, Genehmigung der Tagesordnung    
        2. Genehmigung des Protokolls der Jahreshauptversammlung vom 15. Februar 2012
        3. Rechenschaftsbericht des Vorstandes
        4. Bericht der Kassenprüfer
        5. Entlastung des Vorstandes
        6. Wahl der Kassenprüfer für 2013                              
        7. Benennung neuer bzw. Bestätigung der alten Beiratsmitglieder
        8. Ausblick auf die zukünftige Struktur und Arbeit im Verein
        9. Verschiedenes

        TOP 2: Das Protokoll der Jahreshauptversammlung 2012 wird einstimmig  genehmigt.

        TOP 3:

        3.1 Im Rechenschaftsbericht betont der Erste Vorsitzende die Tatsache, dass man kurz vor Vollendung des Gesamtensembles Kulturmühle als Baudenkmal und kulturelles Zentrum der Gemeinde Berne stehe. Es werde aber auch mit Besorgnis beobachtet, dass das Umfeld weiter verödet bzw. verwahrlost. Während der Mühlenverein die letzten 10 Jahre seine Hausaufgaben gemacht hat, werden vielmehr die entscheidenden Impulse durch die Gemeinde vermisst.

        Karin Dialer-Strackerjan hat sich auch im vergangenen Jahr um den Verein durch ihre unermüdliche Anstrengungen verdient gemacht, um dieses einzigartige Kulturprojekt finanziell zu ermöglichen.

        Wolfgang Strackerjan gelang zusammen mit den Beiratsmitgliedern die Umsetzung des Projekts trotz seiner schweren Erkrankung.

        Jürgen Graupner brachte neben Bewährtem auch frischen Wind ins Programm, nämlich junge unverbrauchte Künstler über die Agentur „Songs and Whispers“, aber auch namhafte Künstler, welche zum ersten Mal hier auftraten.

        Dank gebührt den Beiräten und helfenden Händen, wie Reiner Clasen mit Schwiegervater (Elektrik, neue Küche, Toiletten im Maschinenhaus, …), Uwe Onken (Pflasterarbeiten und hinter dem Tresen), Dirk Pohlmann und Clemens Rittel am Bau und bei Veranstaltungen, Elke Onken, Ina Heim, Christa Allen, Karin Labriga und Ursula Clasen als gute Geister für überall, ebenso Marianne Focke, Marianne Schneider und das Ehepaar Pfitzenmeier, wenn Not am Mann war.

        Materielle Hilfestellungen leisteten Familie Buckmann (Klinker für den Wegebau),

        Maler Busch (Malergerüst), Bauhof der Gemeinde Berne beim 20-jährigen Jubiläum, das Ehepaar Heißenhuber (Kunstglasfenster) und Familie Grauwinkel (Steine und Fenster).

        Wir sind jedenfalls guter Hoffnung, dass in diesem oder im nächsten Jahr die baulichen Maßnahmen beendet werden können, um uns dann noch intensiver auf unseren kulturellen Auftrag zu konzentrieren– alles unter der Prämisse, dass die beantragten Fördergelder auch zeitnah fließen werden.

        3.2 Karin und Wolfgang Strackerjan führen gemeinsam die Arbeiten und Vorhaben des Gebäudebeirats aus; dazu zählen für das Maschinenhaus die Anschaffung von 24 Stühlen, Tischen, einer Anrichte sowie der Beleuchtung, was € 4.000.- ausmachen wird. Die Toilettenanlage im Haupthaus bedarf einer Sanierung von € 12.000.- Der längst überfällige Brandschutz (Außentreppe, Feuerlöscher, Rauchmelder, Beleuchtung) wird € 6.000.- betragen. Insgesamt werden € 31.000, welche vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur (24.000), der LzO (6.000) und der Gemeinde (1.000) zur Verfügung gestellt wurden, investiert worden sein. Da sämtliche Zuwendungsbescheide vorliegen, ist auch kein Zwischenkredit erforderlich. Der noch ausstehende Zwischenbau wird ca. € 25.000 kosten. Der Verein hofft auf die Museumsförderung.

        3.3 Jürgen Graupner ist als Programmbeirat mit Recht stolz auf die gute Resonanz auf das Programm, welches seine Handschrift trägt. Nicht nur dass Jürgen 1.835 zahlende Gäste zählte, sondern auch dass er junge Künstler über „Songs and Whispers“ ins Haus holte. Allerdings wird ein Problem, welches auch andere Veranstalter haben, aufgegriffen, nämlich die Vorgabe des freien Eintritts zu den „Songs and Whispers“-Veranstaltungen. Bei „Joyce the Librarian“ am 16. Februar 2013 wurde das Konzert kurzfristig gestört (Telefonat übers Handy, lautes Verlassen des Raumes während einer Gesangsnummer), was vermuten lässt, dass bei einigen Gästen etwas, was nichts kostet, auch nichts wert ist. Karin Logemann wendet ein, dass man niemanden ausgrenzen darf, z. B. über einen Eintritt. Dem wird entgegnet, dass man dem übrigen Publikum verpflichtet sei, wenn man das Fehlverhalten eines einzelnen moniert.*

        3.4 Geschäftsführerin Karin Dialer-Strackerjan erläutert die Bilanz per 31.12.2012, welche wegen ihrer Verzahnung der vorjährigen Bilanz gegenübergestellt wird. Detail- und Verständnisfragen werden beantwortet. Wolfgang Strackerjan betont nochmals, dass wir wohl der „einzige“ Kulturverein im norddeutschen Raum sind, welcher absolut schuldenfrei und von öffentlichen oder privaten Trägern unabhängig ist, wodurch wir unsere Eigenständigkeit auch in der Programmgestaltung bewahrt haben.

        TOP 4: Kassenprüferin Christa Allen berichtet von der sorgfältigen Arbeit der Geschäftsführerin, dass ebenso sorgfältig geprüft worden sei und dass keine Beanstandungen anzumerken seien; „ich hätte nie den Aufwand vermutet“. Beide Kassenprüferinnen (mit Uschi Weißgerber) bedanken sich bei der „Schatzmeisterin“ für die Zusammenarbeit.

        TOP 5: Christa Allen beantragt die Entlastung des vierköpfigen Vorstandes, welche einstimmig (16:0) erfolgt.

        TOP 6: Für Uschi Weißgerber wird Marianne Focke als Kassenprüferin vorgeschlagen. Diesem Vorschlag wird einstimmig entsprochen, sodass Christa Allen und Marianne Focke die Bilanz für 2013 prüfen werden.

        TOP 7: Dem Verein stehen alle in 3.1. genannten Beiratsmitglieder und helfende Hände bis auf Ina Heim zur Verfügung.

        TOP 8: Karin Dialer-Strackerjan und Wolfgang Focke betonen zum wiederholten Male, dass es ihnen damit erst ist, Nachfolger (Generationswechsel!) zu finden. Die aufwändige Arbeit der Geschäftsführung kann übergangsweise begleitend bzw. aufgabenteilig erfolgen.

        TOP 9: Uwe Onken ruft zum Arbeitsdienst an den kommenden Samstagen auf, um anhängige Arbeiten zu erledigen.

        Bernd Bremermann lobt die Nachhaltigkeit  des Projekts Kulturmühle e.V. und betont die Richtigkeit des Erwerbs der Immobilie, welchen er als Bürgermeister begleitete.

        Ende: 21.40 Uhr  

         

        Berne, 12. Januar 2014  

        wolfgang focke

         

         

         

        * Noch im Frühjahr 2013 trennten wir uns von der Agentur Songs and Whispers, weil wir vertragliche Unregelmäßigkeiten seitens der Agentur feststellen mussten. Um die Künstler, die an die Agentur gebunden sind, tut es uns ausdrücklich leid.

         

        Mehr Informationen unter http://www.kuturmuehle-berne.de

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          Sally&Sissy 1 2014 www

          Freitag, 24. Oktober, 20:00

          Sally & Sissy
          Travestie Total
           

          Nach Sallys Jubiläums-Show  kommt das legendäre Duo endlich wieder gemeinsam nach Berne.

          Die erfolgreiche Musical Premiere “DIVA – Von nun an geht’s bergab“ im September in Bremen führte sie wieder zusammen. Vor 30 Jahren lernten sie sich kennen und tourten von 1985 – 90 als Sally & Das Trümmerduo (mit Kollegin Emma) erfolgreich durch ganz Deutschland. Ab 1993 arbeiteten sie als Duo bis Sissy vor ein paar Jahren nach Magdeburg zum Theater wechselte. Jetzt touren sie wieder durch den Norden, mit neuen Songs, viel Comedy und ein paar Klassikern aus den alten Tagen. Das Publikum darf sich auf einen temperamentvollen Abend freuen.  

          Eintritt 16,00 € (Vorverkauf 14,00 €)
           

          Dazu reichen wir einen Imbiss

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            Lesung von berührend bis witzig

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            BRAKE_BERNE_LEMWERDER_1_a5051426-cfad-4506-b448-9de0492032dd--373x337Berne „Elvis lebt!“ – Elvis lebt tatsächlich, und zwar als Kater in Berne. Britta Bartelds, die in Zusammenarbeit mit einem Tierschutzverein eine Pflegestation für hilflose Katzen betreibt, verlas seine Geschichte mit spürbarer Emphase. Das sichtlich bewegte Publikum lernte, dass Elvis, ein schwer kranker Fundkater, eigentlich ein hoffnungsloser Fall, dank intensiver Zuwendung der Autorin tatsächlich überlebt hat – nur eine von vielen Lesungen am Wochenende in der Kulturmühle.

            „Manche schlafen ein mit der Katze“, das neue „Lesebuch für die Wesermarsch“ wurde hier vorgestellt. Neben Bartelds stellten 16 weitere Autoren ihre Texte vor, darunter Edelhard Callies, Udo Hilfers von der Storchenstation, Pamela Krzenzissa und (vermittels eines Lesepaten) Ollivia Moore aus Berne. Aus Brake lasen Jutta Altmann-Brewe, Dr. Johan Altmann, Ulla Frost und Bodo Knischewski, aus Bremen Ekkehard Scheufler, aus Elsfleth Edith Koschnick, Jürgen Töllner und Ulrike Wieters-Wilcke. Der erst 15-jährige Luzian Krautstein, Jade, bereits in der Vorwoche gewürdigt als „Bester Nachwuchsautor“ des Buches, war ebenfalls wieder mit von der Partie. Petra Schomaker und Christa Fehlhaber aus Stadland komplettierten den Wesermarsch-Reigen.

            Dörte Spiekermann, die Geschäftsführerin der LEB Wesermarsch, und Reinhard Rakow von den Berner Bücherwochen stellten in ihren Einführungen denn auch unisono die Schreib-Kreativität und -Begeisterung der Wesermarsch heraus. Das Publikum konnte sich davon dank der Vielfalt der vorgestellten Texte ein gutes Bild verschaffen: schräg und witzig (bei Petra Schomaker up Platt, oder bei Edelhard Callies) ging es da zu, liebevoll heiter bei Ekkehard Scheufler oder Christa Fehlhaber, berührend engagiert bei Udo Hilfers oder Britta Bartelds, nachdenklich bei Edith Koschnick oder ernst bei den Eheleuten Altmann-Brewe, die Aspekte des Tierschutzes verhandelten. Sprachgewalt und gedankliche Tiefe eines Luzian Krautstein ließen das Kulturmühlenpublikum staunen.

            Mit der Auszeichnung „Bester Beitrag“ und einem Preisgeld von jeweils 100 Euro bedacht wurden Scheuflers Text „Der Pastor dankt dem lieben Gott und seinem Hund“, eine süffig erzählte Erinnerung an die Hungerzeiten der 50er Jahre in Warfleth, und Koschnicks „Märchen, das keiner hören wollte“, eine allegorische Auseinandersetzung mit der Massengeflügelhaltung.

            Die Szene des Drei-Stunden-Abends, in dem bis zum Schluss gespannte Aufmerksamkeit herrschte, ereignete sich, nachdem Reinhard Rakow Edith Koschnick Auszeichnungs-Urkunde und einen Umschlag mit dem Preisgeld überreicht hatte. Die Preisträgerin zeigte sich von Britta Bartelds Engagement spontan so beeindruckt, dass sie ihr dieses Preisgeld als Spende für die Katzenpflegestation übergab.

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              Lachtherapie ohne Nebenwirkungen

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              kuilturmühle berne john doyle 2--471x337Comedian John Doyle mit seinem Programm „Die Welt ist eine Bandscheibe“ in Berne

              Der amerikanische Komiker nimmt die Volkskrankheit „Rücken“ aufs Korn. Schmerzen verbinden und schaffen Freunde, hat er in seiner Wahlheimat festgestellt.

              Berne Die ganze Welt hat „Rücken“, Millionen Menschen zwackt es vom Nacken bis zum Steißbein. Millionen Menschen leiden still und heimlich, lassen sich bis zum letzten Atemzug multitherapieren.

              Einer, den die Zivilisationskrankheit heftig plagt, schickte sich in der rappelvollen Berner Kulturmühle an, die Geheimnisse für ein Überleben in einer Welt maroder Bandscheiben zu verraten. Der rückengeplagte Comedian John Doyle setzte eher zu einer Rundum-Lachtherapie zugunsten der Zuschauer an.

              Bei allen Erkenntnissen, für den gebürtigen Amerikaner aus New Jersey ist die Welt immer noch eine Scheibe, entwickelt über Jahrhunderte zu einer Bandscheibe.

              Schmerzen, so hat es Doyle in seiner Wahlheimat Deutsch­land beobach­tet, erfreuen sich einer vollendeten Integration. Schmerzen verbinden, fördern die Kontakte von Mensch zu Mensch, sind immer ein Gesprächsthema und machen Fremde zu Freunden.

              Noch hat „Rücken“ den Comedian nicht vollständig im Griff, aber er freut sich jetzt schon drauf. Beckenbodenübungen sollen bei Rückenbeschwerden sehr hilfreich sein, hat er erfahren, und die Übungen kann er auch schon.

              Auf seinem Schleuderkurs durch die Volkskrankheiten hat Doyle immer den körperlichen Verfall vor Augen: hier Syndrome, dort Syndrome, auch die Blasenschwäche lässt es immer zur falschen Zeit tröpfeln. Rat gibt die Apotheker-Rundschau: „Vermeiden Sie unpassende Momente“.

              Mit verbalen Flic-Flacs interpretiert der Comedian seine Besuche bei Quacksalbern und Heiltherapeuten, bei Aerobic-Freaks im Fitnessstudio und im Massagesalon mit interessanten Mitarbeiterinnen. Höhepunkt ist der Besuch im Yoga-Zentrum. Er solle in den „Hund gehen“ bestimmt die Großmeisterin. Doyle: „Ich habe gebellt, das Bein gehoben – nix hat geholfen, kein Wunder, wenn alle anderen Yoga-Schüler gerade im Frosch waren.“

              Nach Doyles Parforceritt durch die Welt der Schmerzen ist sein Publikum endlich reif für eine Therapie gegen Zwerchfellerschütterungen, Dr. Doyle rät zum Weglachen, das hilft, ohne den Arzt oder Apotheker zu fragen.

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                Ein Vormittag voller Lächeln

                Von Gabriele Bode

                BRAKE_BERNE_LEMWERDER_2_b6399ce1-e835-4eba-83e6-b3015e83bb0d--597x337Joe-Dinkelbach-Trio spielt in der Kulturmühle in Berne auf

                Das Publikum in der voll besetzten Kulturmühle war begeistert. Das Trio hatte am Sonntagvormittag ein Heimspiel.

                Berne „Big Smile“ lautete nicht nur der erste Titel beim Konzert des Joe-Dinkelbach-Trios, sondern war den gesamten Sonntagvormittag Programm auf der Bühne, denn das Lächeln wich den Musikern selten aus dem Gesicht. Normalerweise wären seine Auftritte wesentlich weiter entfernt, freute sich Joe Dinkelbach bei der Begrüßung über das „Heimspiel“ und war begeistert von dem voll besetzen Obergeschoss der Kulturmühle.

                Aber nicht als Trio, sondern auch als Quartett – ab dem zweiten Song gab es musikalische Unterstützung von Jazzsängerin und Ehefrau Britta Dinkelbach – wurde entspannt drauf los geswingt. „Mein Bruder brachte mir diese Musikrichtung näher. Ohne die Leidenschaft für den Vocal-Jazz hätte ich wahrscheinlich niemals meinen Mann kennengelernt“, verriet Britta Dinkelbach. Mit Ralf Jackowski am Schlagzeug und Dirk Piezunka am Saxophon gab es jazzige Interpretationen von Prince, Sting oder Ray Charles, die gut beim begeisterten Publikum ankamen.

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                  Besucher von Umbau absolut begeistert

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                  Clemens Rittel, Karin Dialer-Strackerjan, Elke Onken, Dirk Pohlmann und Wolfgang Focke kuemmerten sich um die Bewirtung der Gaeste am Tag der offenen Tuer

                  Tag der offenen Tür

                  Berne Voller Stolz präsentierten die Mitglieder der Kulturmühle der Öffentlichkeit bei einem Tag der offenen Tür die Umbaumaßnahmen und das fertiggestellte Maschinenhaus. Sehr froh ist man über die jetzt sauber und hell gefliesten Toiletten mit automatischem Lichtschalter. Aber auch die Notausgangstür mit Außentreppe im oberen Geschoss verschafft nun ein wesentlich besseres Gefühl, freut sich Geschäftsführerin Karin Dialer-Strackerjan.

                  Sehr gut kommt das Maschinenhaus bei den Besuchern an, die im Laufe des Tages neugierig vorbeischauen. Unzählige Möglichkeiten bietet der große, gemütliche und barrierefreie Raum mit der entsprechenden Zuwegung, schwärmt Wolfgang Focke, der dabei besonders an ältere Mitbürger denkt. „Gerade Senioren haben keine Lust, für einen Kinobesuch weit zu fahren. Dass wir unsere Gäste im Notfall auch abholen, gehört bei uns zum Service“, versichert er. Und die bisher meistens ausverkauften Kinovorstellungen geben ihm Recht. „Kino oder Frauenfrühstück finden künftig genau wie EM- oder WM-Fußballübertragungen im Maschinenhaus statt.

                  Auch Konzerte von Künstlern mit sehr schweren Instrumenten sind hier geplant. Sehr schön ist auch das Behinderten-WC geworden, das, genau wie die meisten anderen Arbeiten in Eigenleistung gebaut wurde“, so die Geschäftsführerin, die sich in den Monaten zuvor unermüdlich um die Finanzierung des Projekts kümmerte. Seitenweise Anträge mussten dabei ausgefüllt werden. Aber die Arbeit hat sich gelohnt.

                  Nur dank der Zuschüsse und Spenden von der Gemeinde, des Landkreises, der Oldenburger Landschaft und verschiedener Banken, was normalerweise völlig unüblich ist, konnte das ehrgeizige Vorhaben verwirklicht werden.

                  Mit einem Sektempfang bedankten sich die Betreiber der Kulturmühle darum noch einmal herzlich bei allen Geldgebern.

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                    Umbau nahezu beendet

                    Von Fried-Michel Carl
                     

                    BRAKE_BERNE_LEMWERDER_2_51e0c454-5119-4841-8054-fba58410780c--568x337Kulturmühle baut im Verborgenen
                    Fluchttreppe wird angebracht – Renovierung der Toilettenräume vor dem Abschluss
                    Der Verein erfüllt auch Brandschutzauflagen des Landkreises. Am 25. August sollen die Arbeiten spätestens beendet sein.

                    Berne Das Gebäude der Kulturmühle Berne liegt im Sonnenlicht. Es herrscht Ruhe am Montagmorgen. Handwerker sind keine vor Ort. Auch ein Blick ins Haus lässt nur erahnen, was bislang gebaut worden ist, denn im Sanitärbereich mangelt es an Licht. Genau hier aber ist der Fortschritt am größten: Die Fliesen sind schon an Wand und Fußboden angebracht, jetzt können die Sanitärtechniker kommen und später Zwischenwände in den Toiletten eingebaut worden. „Wir sind im Zeitplan“, erläutert Karin Dialer-Strackerjan aus dem Vorstand des Vereins Kulturmühle Berne.

                    24 000 Euro haben die Berner dafür aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst erhalten. Und die tun dem Verein gut, denn auch an anderer Stelle musste gebaut werden. Im Inneren sind an der Decke jetzt grüne Hinweise zu den Notausgängen zu sehen. Und in ein Loch in der Wand im ersten Stock, dass mit einer Holzplatte verschlossen ist, wird demnächst eine Tür eingebaut, die später zur verzinkten Nottreppe führen soll. „Die Fundamente dafür sind schon gegossen“, erläutert das Vorstandsmitglied und ergänzt, dass damit Brandschutzauflagen des Landkreises erfüllt werden. Fast 17 000 Euro werden die Maßnahmen kosten. Gut tut dabei auch jede Spende.

                    21 000 Euro sind dafür vorgesehen, einen Raum zwischen dem Maschinenhaus und dem Hauptgebäude zu bauen. Diese Maßnahme soll erst 2014 begonnen werden.

                    Der vollen Nutzung überführt werden konnte bereits das Maschinenhaus im hinteren Bereich des Grundstücks. Jetzt ist der Raum voll möbliert und sind erste Werke von heimischen Künstlern an den Wänden zu betrachten. Der helle Raum steht im krassen Gegensatz zu dem dunklen im großen Gebäude.

                    Die Arbeiten am Mühlengebäude sollen bis zum 25. August beendet sein. Dann startet die Kulturmühle um 11 Uhr mit der Band „Le Clou“ in den zweiten Teil des Jahresprogramms.

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                      Musikalische Reise durchs Leben

                      Von
                       

                      BRAKE_BERNE_LEMWERDER_2_42af78e6-82d4-4a53-9ea3-6d2491ac02db--247x337Bremer Travestiekünstler Sally Williams begeistert in Kulturmühle

                      Ohne Starallüren agierte der Künstler in Berne.
                      Er bot einen musikalischen Einblick in seine Lebensgeschichte mit allen Höhen und Tiefen.

                      Berne Ihr 30. Bühnenjubiläum feierte Sally Williams jetzt mit ihrem treuen Publikum in der Kulturmühle. Seit 19 Jahren gastiert der Bremer Travestie-Künstler in Zweijahresrhythmus in Berne und nahm die Gäste dieses Mal in einem Soloprogramm mit auf eine musikalische Reise durch ihre ganz persönliche Lebensgeschichte mit allen Höhen und Tiefen.

                      Mit „I believe in Music“, auf Plateausohlen, im Glitzertop und mit Strubbelfrisur – ganz im Stil der 70er –, begann die zweieinhalbstündige Kabarettshow durch die Vergangenheit, in der die Diva ihre Vielseitigkeit demonstrierte. Beeindruckt vom Glamour der 70er, zu denen der Grand Prix de Eurovision 1972 mit „Beg, Steel or Borrow“ sowie „Ballroom Blitz“ oder „Dr. Sommer“ gehörten, stellte sich Sally Williams erstmals die Frage: „Wo gehöre ich hin?“, um nach der Reise durch die Kindheit für einen Augenblick von der Bühne zu verschwinden.

                      Liza Minnelli“ war das erste von vielen glamourösen Outfits und Perücken, mit denen es schonungslos und äußerst amüsant durch die Karrierelaufbahn des Bremer Künstlers ging. Begonnen mit der Adoption, dem Talentwettbewerb, schlecht bezahlten ersten Arrangements, dem wilden Leben in Berlin oder dem Rauswurf aus dem damals besonders prüden Bayern über die ersten „Gay-Nights“ auf dem Bremer Freimarkt bis zu den amüsanten Eifersüchteleien auf öden Schützenfesten der Provinz offenbarte Williams dem Publikum gekonnt im munteren Wechsel aus Komik, Tragik, gesanglichen oder tänzerischen Darbietungen sein Leben.

                      Starallüren zeigte Williams trotz der langen Bühnenpräsenz keine, sondern ließ sich nach dem gelungenen Auftritt Zeit für seine Fans. „Je professioneller ein Künstler ist, desto weniger hat er Gezicke nötig“, freute sich auch Kulturmühle-Vorstand Wolfgang Focke über den gern gesehenen Gast. Dabei erinnerte er sich besonders an den Berner Auftritt vor zwei Jahren, wo direkt nach der Pause die Beschallungsanlage versagte. „Sally zeigte dabei seine wahren Talente und führte die Show dank seines Improvisationstalents einfach professionell fort.“

                      Und genau dieses Können auf möglichst vielen und immer neuen Gebieten ist es auch, was der Künstler in diesem manchmal harten Job überleben ließ. Über die drei Jahrzehnte, in denen er bis jetzt davon lebte, das zu tun, wozu er wirklich Lust hatte, ist Williams froh und stolz zugleich, wie er später erklärte.

                      Ganz anders als Olivia Jones, die sich als „Verona Feldbusch-Typ“ zur Marke gemacht hat, war das Fernsehen für Sally Williams wenig karrierefördernd. Dafür machen ihm das Singen, Tanzen und der direkte Kontakt zum Publikum zu viel Spaß, wie auch am Sonnabend wieder zu merken war.

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                        Führende Rolle bei der Kulturarbeit

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                        Mit der Ehrennadel der Oldenburgischen Landschaft wurden [von links) Annegret Schildt, Baerbel Logemann, Wolfgang Strackerjan und Evelin Ritter in der Elsflether Stadthalle ausgezeichnet.

                        Elsfleth Die vorgetragenen Musikstücke des Bläserensembles der Musikschule Wesermarsch hätten passender nicht sein können bei der 74. Landschaftsversammlung der Oldenburgischen Landschaft am Sonnabend in der Stadthalle Elsfleth: Die Musiker spielten einige Themen aus der Trickfilmserie „Wickie und die starken Männer“. Diese Lieder wiesen auch auf die maritime Bedeutung Elsfleths in der voll besetzten Stadthalle hin.

                        Viel Prominenz hatte sich morgens eingefunden: Grußworte sprachen Landrat Michael Höbrink sowie der Niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies. Elsfleths Bürgermeisterin Traute von der Kammer beeindruckte mit einer viel beachteten Rede (siehe weiteren Bericht auf dieser Seite). Der Festvortrag von Professor Dr. Eckhard Grunewald (Universität Oldenburg) über das Buch „Ammergausche Frü(h)lingslust“ und das Leben rund um Oldenburg des Historiographen Johann Justus Winckelmann (1620-1699) rundete eine Versammlung ab, die einmal mehr bestätigte, welche Bedeutung diese Vereinigung für das Oldenburger Land besitzt und welch wichtige Rolle die Mitglieder für den Erhalt und die Förderung der Kultur ausfüllen.

                          Landschaftspräsident Thomas Kossendey ehrte vier Persönlichkeiten aus dem Landkreis Wesermarsch für ihre Verdienste: Die Ehrennadel der Oldenburgischen Landschaft erhielten die Vorsitzende des Kulturzentrums Seefelder Mühle, Bärbel Logemann, die Vorsitzende des Fördervereins Bronzezeithaus Hahnenknoop (bei Rodenkirchen), Evelin Ritter, die Vorsitzende der Kreisarbeitsgemeinschaft der Landfrauenvereine im Landkreis Wesermarsch, Annegret Schildt, sowie der langjährige frühere Vorsitzende der Kulturmühle Berne, Wolfgang Strackerjan.

                        Bei seiner Laudatio hob Thomas Kossendey hervor, dass sich Bärbel Logemann in vielerlei Hinsicht um die Kultur in der Wesermarsch verdient gemacht habe, angefangen mit der Restaurierung von Gut Neuenhuntorf. Sie habe die Route der Baukultur mitinitiiert und arbeite in der lokalen Aktionsgruppe Wesermarsch in Bewegung mit. „Beim Aufbau des Handwerkmuseums Ovelgönne wirkte Bärbel Logemann ebenso mit wie bei dem Projekt Himmelfahrt Wesermarsch“, betonte der Landschaftspräsident. Besonders engagiere sich Bärbel Logemann als Vorsitzende des Trägervereins des Kulturzentrums Seefelder Mühle. Sie sei zudem Vorsitzende des Stiftungsrates der Kulturstiftung Wesermarsch und arbeite mit in der Regionalstiftung der Landessparkasse zu Oldenburg.

                        Seit 2006 sei Evelin Ritter die Vorsitzende des Fördervereins Bronzezeithaus Hahnenknoop. Sie engagiere sich mit großem Elan. Ein Hauptaugenmerk gelte dabei den jüngeren Besuchern. Besonders habe sich Evelin Ritter auch durch das Erarbeiten inhaltlicher und organisatorischer Konzepte verdient gemacht.

                        Große Verdienste in der Landfrauenarbeit habe sich Annegret Schildt erworben. Sie sei seit vielen Jahren die Vorsitzende der Kreisarbeitsgemeinschaft der Landfrauenvereine. Dieser Zusammenschluss von 15 Ortsvereinen mit mehr als 2200 Mitgliedern sei der größte Frauenverband in der Wesermarsch. Die vielfältigen Aktivitäten der Kreisarbeitsgemeinschaft trügen die Handschrift der Vorsitzenden, sagte Thomas Kossendey.

                        Als langjähriger Vorsitzender habe Wolfgang Strackerjan im wesentlichen dazu beigetragen, die Berner Kulturmühle zu dem zu machen, was sie heute sei. Der Geehrte war 1992 Gründungsmitglied des Fördervereins Molkerei, des heutigen Vereins Kulturmühle Berne. Bis heute würde er sich für die Kulturmühle einsetzen und habe durch sein Vorbild auch jüngere Mitbürger zum Mitmachen motiviert, merkte Thomas Kossendey an.

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                          Eine Erfolgsgeschichte mit 1835 Gästen

                          Von Gabriele Bode

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                          v.l.: Geschaeftsfuehrerin Karin Dialer-Strackerjan, Clemens Rittel, der sich im Gebaeudebeirat engagiert, der Vorsitzende Wolfgang Focke und der Leiter des Programmbeirats Juergen Graupner (von links).

                          Jahreshauptversammlung der Kulturmühle Berne
                          Führungswechsel zum nächsten Jahr geplant

                          Berne „Wir sind der einzige gemeinnützige Verein im norddeutschen Raum, der keine Schulden hat“, erklärte Wolfgang Focke, Vorsitzendender des Verein Kulturmühle Berne, auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung. Damit sprach er ganz besonders Geschäftsführerin Karin Dialer-Strackerjan seinen Dank aus, die sich neben vielen anderen Aufgaben um die finanziellen Belange des Vereins kümmert. Ihrer Beharrlichkeit bei der Beschaffung von Fördermitteln und Spenden sowie dem Einsatz unzähliger Helfer, die mit ihrer Tatkraft oder materiellen Mitteln immer zur Stelle waren, ist der gute Ruf zu verdanken, den die Kulturmühle inzwischen weit über Bernes Grenzen hinaus hat.

                          „Kurz vor seiner Vollendung steht das Gesamtensemble Kulturmühle als Baudenkmal und kulturelles Zentrum“, hieß es in Fockes Bericht. Die zunehmende Vermüllung des Grundstücks durch die wachsende Zahl der leer stehenden Gebäude in der Nachbarschaft sei dabei allerdings ein Ärgernis. Bei den denkmalgeschützten Häusern könnten beispielsweise verstärkt die Eigentümer vom Ordnungsamt in die Pflicht genommen werden, so Focke.

                          In 21 Jahren hat der Verein das zuvor Jahrzehnte leer stehende Mühlengebäude Schritt für Schritt saniert. Durch den Wiederaufbau des angrenzenden Maschinenhauses ist es nun fast komplett. Lediglich Pflasterarbeiten und der Zwischenbau, der beide Gebäude verbinden soll, stehen neben der Modernisierung der Toiletten und erforderlichen Brandschutzmaßnahmen noch an. 24 000 Euro der dafür eingeplanten Gesamtkosten von 31  000 Euro sind bereits vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur bewilligt, so dass der Verein auch dieses Mal keinen Kredit aufnehmen muss und die Arbeiten überwiegend in Eigenleistung noch dieses Jahr abschließen kann.

                          Stetig wächst die Zahl der Besucher, die dort in ganz besonderer Atmosphäre hautnah die Akteure auf der Bühne erleben möchten. Mit der bunten Mischung des Programms, die künftig mehr jüngere Leute ansprechen möchte, konnten im vergangenen Jahr insgesamt 1835 Gäste angelockt werden. Aber auch in den Künstlerkreisen zählt es mittlerweile als Ehre, hier auf der Bühne stehen zu dürfen, haben Jürgen Graupner, Leiter des Programmbeirats und der Vorsitzende Focke festgestellt.

                          Nach dem das Kulturprojekt nun auf einem guten Weg sei, werde es jedoch langsam Zeit, die Führung in jüngere Hände abzugeben, bereitete Karin Dialer-Strackerjan die Anwesenden darauf vor, dass sie und Wolfgang Focke bei den Wahlen im kommenden Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Ihren Nachfolgern wollen beide aber natürlich auch in Zukunft hilfreich zur Seite stehen.

                          Die nächste große Veranstaltung wird der Frauentag am 8. März sein. Traute Römisch mit ihrem Programm „Männer sind anders….“ wird zu Gast sein. Um 18 Uhr eröffnet die Gleichstellungsbeauftragte Stefanie Hanft das Frauenfest, zu dem auch ein Fingerfood-Buffet gehört.

                           

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                            Mix aus Bekanntem und Neuem

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                            BRAKE_BERNE_LEMWERDER_1_3ccc4a9d-f73d-41e3-8e27-c64dba1cd513--407x337Joe-Dinkelbach-Trio spielt Jazz – Literarischer Abend zum Auftakt

                            In „Songs & Wisper“ bekommen Musiker die Chance, auf sich aufmerksam zu machen. Auch drei Kinoabende wird es in der Kulturmühle Berne 2013 geben.

                            Berne 20 Jahre ist der Verein „Kulturmühle Berne“ im vergangenen Jahr alt geworden. In dieser Zeit haben es die Verantwortlichen geschafft, Jahr für Jahr ein ausgewogenes Programm auf die Beine zu stellen und dafür zu sorgen, dass die Einrichtung schwarze Zahlen schreibt. „Das ist eine gute Bilanz“, ist Vorstandsmitglied Wolfgang Strackerjan etwas stolz. Damit dies im Jahr 2013 so bleibt, bietet die Kulturmühle wieder eine gelungene Mischung aus leichter und anspruchsvoller Unterhaltung an.

                            Viele Anfragen

                            50 Personen und Gruppen hatten angefragt, in Berne auftreten zu dürfen. Keine leichte Wahl für den Vorstand, die richtige Mischung zu finden. „Wir freuen uns, dass das Joe-Dinkelbach-Trio kommen wird“, erklärt Wolfgang Strackerjan. Am 27. Oktober werden Britta und Joe Dinkelbach, die von dem Bremer Saxofonisten Dirk Piezunka sowie dem Schlagzeuger Ralf Jackowski unterstützt werden, ihrer großen Leidenschaft, dem Jazz, frönen. Die Dinkelbachs stehen seit Jahren gemeinsam auf der Bühne und wissen ihr Publikum mit swingenden Jazzstandards, eigenwillig interpretierten Popsongs wie Purple Rain von Prince oder Fragile von Sting sowie groovenden Eigenkompositionen zu begeistern.

                            Mit Stolz teilte Wolfgang Strackerjan mit, dass es gelungen sei, den Kabarettisten Wolfgang Trepper zu gewinnen. „Dinner for DU“ heißt sein Programm, das er am 23. Februar präsentieren wird . In seinem Rückblick wird das alte Jahr noch einmal zusammengefasst, analysiert und gehausputzt, das es kracht. Gibt es noch Hoffnung, im Kampf gegen die Weltherrschaft der Blöden? Trepper wird seine eigene Antwort geben.

                            Aber auch Bekanntes wie zum Beispiel Le Clou (25. August), die Gruppe Finnegan mit der „feinen“ irischen Pub Musik (14. September) sowie dem Mobilen Puppentheater Bremen (7. Dezember) ist wieder zu Gast in der Kulturmühle.

                            Ein wesentlicher Bestandteil des Programms der Kulturmühle ist auch die Musikreihe „Songs & Whispers“, die sechsmal in dem Programm auftaucht. Gestartet wird diese Reihe am 16. Februar mit der englischen Band Joyce, The Librarian. Die Gruppe ist ein Projekt aus Bristol, die sich lose zwischen Folk und Indie mit bristoltypischem Nu-Folk Sound verortet. An fünf weiteren Abenden des Jahres erhalten Interpreten die Chance, sich einem breiteren Publikum zu präsentieren. Wer wann auftritt, wird noch bekanntgegeben, teilen die Verantwortlichen der Kulturmühle mit.

                            Faszinierende Bilder

                            Genuss versprechen auch die Kinoabende. Zum einen werden faszinierende Bilder von Kambodscha und Vietnam zu sehen sein, zum anderen Bilder von der Nordsee von oben. Ein dritter Filmabend rundet das Angebot ab.

                            Den Auftakt des Programms im Jahr 2013 findet am 15. Februar statt. „Splitter“ ist ein literarisch loses Lesungsprogramm von und mit Jana Jürß und Reinhard Rakow. Politisch, poetisch, bewegt und bewegend bietet das Duo dem Zuhörer ein Reigen unterschiedlicher Texte.

                            Wer sich schon frühzeitig Karten für die ein oder andere Veranstaltung sichern möchte, hat dazu mehrfach Gelegenheiten: Im Restaurant Delikato (Zentrum Alte Molkerei), Weserstraße 28, 27804 Berne können sie im Vorverkauf erworben werden, unter Telefon   04406/1203 vorbestellt werden.

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