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Reisebericht von Heißenhuber´s

Von Hannelore Johannesdotter
 

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    Eine Bühne für junge Poeten  

    Von Anja Biewald
     

     

    Berne Dem Nachwuchs und dem Fußball wird im diesjährigen Programm der Kulturmühle Berne ein besonderer Stellenwert eingeräumt. Dem Fußball, weil Deutschland hoffentlich bei der Europameisterschaft in Frankreich jubeln darf; dem Nachwuchs, weil sich junge Musiker und Poeten auf der Berner Bühne dem Publikum vorstellen.

    Samath Perera und Philipp Naber sind zwei Berner Jungs, denen eine fast intime Beziehung zu ihren Gitarren nachgesagt wird. Sie bilden das Duo „Day By Night“ und präsentieren sich in ihrem Heimatort gleich bei zwei Gelegenheiten: Einmal anlässlich ihres eigenen Konzerts in der Kulturmühle und dann nochmals im Rahmen des Sommerfestes der Kultureinrichtung. Musikalisch ist das Duo im Bereich Acoustic-Pop zu Hause. Samath Perera und Philipp Naber bringen Eigenkompositionen zu Gehör, wobei der musikalische Einfluss von Bands wie „Our Last Night“ und „This Wild Life“ spürbar wird.

    Am Konzertabend (27. Mai ab 20 Uhr) wird zudem Mirko Gilster eine Auswahl seiner Texte präsentieren. Der Poetry Slammer unterhält mittlerweile ein Publikum über die regionalen Grenzen hinaus und veröffentlichte bereits im Alter von 16 Jahren sein erstes Buch „Das Leben hat keinen Humor“.

    Beim Thema Poetry Slam schlägt die Kulturmühle auch das nächste Kapitel der regionalen Nachwuchsarbeit auf: Im Rahmen von drei Lesebühnen „Brot und Lyrik“ im Laufe des Jahres stellen sich junge Poetry Slammer mit ihren Ideen von der Welt der Poesie vor.

    Der Sommer gehört dann dem Fußball: Vom 10. Juni bis 10. Juli findet die Europameisterschaft in Frankreich statt. Die Kulturmühle überträgt alle Spiele mit deutscher Beteiligung auf drei Leinwänden.

    Einen festen und dauerhaften Platz im Terminkalender hat hingegen das Frauenfrühstück: Das findet immer am ersten Mittwoch im Monat von 9 bis 12 Uhr in der Kulturmühle statt. Infos dazu gibt es bei Karin Dialer-Strackerjan unter Telefon 04404/9878766.

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      Jubiläum wird angemessen gefeiert 

      Von Torsten Wewer
       

       

       

      Berne Ein Vierteljahrhundert Kulturmühle Berne: Zu diesem Jubiläum hat das Team des Trägervereins ein besonders umfangreiches Programm zusammengestellt. Bis zur Sommerpause gibt es Kabarett, Musik, Kino- und Filmabende sowie Literaturveranstaltungen.

      In der zweiten Jahreshälfte sind dann weitere interessante Kulturveranstaltungen geplant.

       

      Kabarett

      Lüder Wohlenberg ist am Freitag, 10. Februar, mit seinem politisch-medizinischem Kabarettprogramm „Wird schon wieder – die Hoffnung stirbt zuletzt“ zu Gast. Wohlenberg kennt das Gesundheitssystem von beiden Seiten der Nadel, denn er ist selbst studierter Mediziner und weiß, was die Medizin kann und wo sie besser das Skalpell in der Verpackung stecken lässt. Der Kabarettabend beginnt um 20 Uhr. Die Eintrittskarte kostet 15 Euro, im Vorverkauf 13 Euro.

       

      Kinderkino

      Im Kinderkino am Samstag, 11. Februar, wird um 14.30 Uhr der Film „Kuddelmuddel bei Pettersson und Findus“ für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren gezeigt. „Lola auf der Erbse“ heißt der Film um 16.15 Uhr für Sieben- bis Zehnjährige. Die Karte kostet jeweils 3 Euro, auch im Vorverkauf.

      Viermal im Jahr sollen im Kinderkino künftig Filme für verschiedene Altersklassen gezeigt werden.

       

      Film über Kuba

      Über ihre Reise nach Kuba zeigen Elfie und Wolfgang Heißenhuber am Freitag, 24. Februar, 20 Uhr, einen Film. Eintritt: 5 Euro (auch im Vorverkauf).

      Reiseberichte des Künstlerehepaars aus der Gemeinde Berne sind seit fünf Jahren fester Bestandteil des Kulturmühlenprogramms.

       

      Frauentag

      Der Internationale Frauentag wird am Freitag, 10. März, ab 19 Uhr gefeiert. Für Unterhaltung sorgt das Singer/Songwriterduo Rosy Daze, außerdem gibt es einen kleinen Einblick in die Welt des Poetry Slam. Im Eintrittspreis von 10 Euro (auch im Vorverkauf) ist das Essen enthalten.

       

      Gospels

      Gospels präsentiert der Nordbremer Chor Happyness unter Leitung von Ella Winkelmann am Samstag, 25. März, ab 20 Uhr. Die Eintrittskarte kostet 8 Euro (auch im Vorverkauf).

       

      Folk und Jazz

      Dasha Wright und Cara Thompson präsentieren als Folkbirds am Samstag, 8. April, neben Folk auch Jazz und „keltisches Feuer“. Der musikalische Abend beginnt um 20 Uhr.

       

      Lesebühne

      Kein Eintritt erhoben wird bei der Lesebühne „Brot und Lyrik“ am Freitag, 28. April, 19 Uhr. Junge Künstler können hier ihre literarischen Texte aus eigener Feder vortragen. Diese Poetry Slam-Veranstaltung, die sich speziell an ein jüngeres Publikum richtet, gibt es seit 2016 und soll ebenfalls fester Bestandteil des Programms der Kulturmühle bleiben.

       

      Musikkabarett up platt

      Multitalent Annie Heger ist am Samstag, 29. April, 20 Uhr, mit ihrem plattdeutschen Musikkabarett „Watt’n Skandaal“ zu Gast. Die Eintrittskarte für den Auftritt der Oldenburger Kabarettistin, Sängerin und Moderatorin kostet 15 Euro (Vorverkauf: 13 Euro).

      Szenische Lesung

       

      Ein Höhepunkt im Programm des Jubiläumsjahres ist die szenische Lesung des Bremer Kriminaltheaters am Samstag, 20. Mai, 20 Uhr. Ralf Knapp liest „Die Panne“ von Friedrich Dürenmatt. Das im Stück vorkommende Menü wird als Fingerfoodvariante gereicht. Der Eintritt inklusive Essen beträgt 25 Euro (Vorverkauf, keine Abendkasse).

       

      Nach der Sommerpause

      Nach der Sommerpause ist ein Newcomer-Festival geplant (August), die Musikkomödie „BEM“ (September), ein Auftritt der Kabarettistin La Signora Carmela de Feo (Oktober), Kinotage (Oktober und November) die Lesebühne „Brot und Lyrik“ (November) und schließlich eine plattdeutsche Lesung mit dem Landwirt Matthias Stührwold aus Schleswig-Holstein (November).

       

      Nicht fehlen darf außerdem ein Figurentheater von Birgit Neemann im Dezember als schon traditioneller Abschluss des Veranstaltungsprogramms – nicht nur im Jubiläumsjahr.

       

      In den Monaten September bis Dezember sind darüber hinaus mehrere Veranstaltungen im Zuge der Berner Bücherwochen, die Reinhard Rakow erneut organisiert, geplant.

       

      Das Programm der Kulturmühle nach der Sommerpause stellt die NWZ  noch ausführlich vor.

       

      Kartenvorverkauf

      Eintrittskarten für Veranstaltungen in der Kulturmühle, Lange Straße 74, können im Vorverkauf etwa 14 Tage davor im Restaurant Delikato, Weserstraße 28 in Berne, erstanden oder unter Telefon  04406/ 9899797 vorbestellt werden. Unter dieser Rufnummer gibt es auch alle Informationen über Geschenkgutscheine für Veranstaltungen in der Berner Kulturmühle.

       

       

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        An Ideen & Kontakten fehlt es nicht 

        Von Torsten Wewer
         

         

         

        1992 also hofften Wolfgang Strackerjan und andere, nach Aufgabe das Gebäude der Molkerei an der Weserstraße nutzen zu können. Sogar ein Förderverein mit entsprechendem Namen war bereits gegründet worden. Doch letztendlich scheiterte die Übernahme am Geld.

        Nicht genug Geld – das Dauerthema für Kulturschaffende, auch für die Berner Enthusiasten. Aber wie das so ist bei einer wahren Leidenschaft: So ärgerlich begrenzte Finanzmittel auch sind, bleiben sie am Ende nur eine Hürde, die irgendwie übersprungen wird.

        Das neue und bis heute aktuelle Domizil war mit der Weferschen Mühle an der Langen Straße schnell gefunden. Nach ersten Kulturveranstaltungen an wechselnden Orten, wurde im September 1993 „Richtfest“ gefeiert.

        Musik und Kabarett, jungen Künstlern erste Auftrittsmöglichkeiten verschaffen – was das Kulturprogramm anging und angeht, hat es den Initiatoren weder an Ideen noch an Kontakten gefehlt. Umso mehr mussten die Vereinsmitglieder neben Geld viel Eigenleistung investieren, um die Kulturmühle zu dem zu machen, was sie heute ist.

        Anfangs musste das Gebäude überhaupt nutzbar gemacht werden. Fußboden, Heizung, Sanitäranlagen, Treppe und nicht zuletzt das Dach – es gab reichlich zu tun, um der Kleinkunst einen angemessenen Rahmen zu schaffen. Ohne Unterstützung durch die Kommune, den Landkreis, Banken oder Stiftungen hätten viele Maßnahmen nicht finanziert werden können.

        Nach zehn Jahren als Mieter wurde die Kulturmühle vom Verein schließlich gekauft – ein finanzieller Kraftakt, dem unzählige, nervenaufreibende Verhandlungen vorausgingen. 52 000 Euro hat der Verein für das Mühlengebäude und das rund 1200 Quadratmeter große Grundstück bezahlt. Eine gute Investition, denn nun konnte der Verein für anstehende Maßnahmen auch finanzielle Zuwendungen einwerben.

        Eine große Maßnahme war dann noch einmal der Wiederaufbau des alten Maschinenhauses. Mit einem Tag der offenen Tür wurde der Abschluss der umfangreichen Baumaßnahme 2013 groß gefeiert.

        Doch weitere Maßnahmen stehen an. Im Zuge der Ortskernsanierung wird jetzt die Gestaltung der Freiflächen rund um die Kulturmühle geplant. Bis zur Umsetzung sollte der Vorstand auch wieder komplett sein, nachdem Vorsitzender Clemens Rittel diesen Posten im vergangenen November aus persönlichen Gründen aufgegeben hat.

        Neben Musik- und Kabarettabenden stand und steht die Kulturmühle auch für Workshops, Chorproben, Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Schreibwerkstätten und nicht zuletzt (gegen eine Miete) auch für Privatveranstaltungen allen Interessierten offen.

        Was vor 25 Jahren zunächst mit einem Misserfolg begann, ist also längst eine Erfolgsgeschichte geworden. Reinhard Rakow drückt es in seinem Grußwort in der Chronik der Kulturmühle so aus: „Berne und umzu wären ärmer ohne Dich“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

         

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          Chronik zum 25. Geburtstag 

          Von Torsten Wewer
           

           

          Ab 14 Uhr sind dann alle interessierten Bürger aus Berne und Umgebung zum Mitfeiern rund um die Kulturmühle, Lange Straße 74, eingeladen. Nachdem Kaffee und Kuchen geschmeckt haben, beginnt um 15 Uhr der Auftritt des Zauberers Friedrich.

          Gegen 18 Uhr tritt dann der Chor Courage auf, der eine enge Verbundenheit mit der Kulturmühle hat. Gutes Wetter vorausgesetzt, soll auch gegrillt werden. Um 20 Uhr setzen dann Joe Dinkelbach mit Britta Dinkelbach und Band den musikalischen Schlusspunkt unter den Feier-Tag.

          Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens ist in den vergangenen Monaten eine Chronik erstellt worden, die am 10. Juni vorgestellt werden soll. Sie beschreibt die Anfänge, die Entwicklung, erinnert an die vielen ehrenamtlich Engagierten und die vielen unvergesslichen Kulturveranstaltungen.

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            Satirische Überlebenshilfe

            Von Julia Ladebeck
             

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              Vorsitzender wird gesucht


               

              Berne. Seit März 2016 hatte Clemens Rittel den Vorsitz der Kulturmühle Berne inne. Eine große Herausforderung, galt es doch, ein fast komplett neues Team zu bilden, das die mannigfaltigen Aufgaben bewältigen kann. Über die Monate hat sich ein festes Team gefunden, das eben diesen Aufgaben gewachsen ist. Auch etliche fleißige Helfer, die immer bei Bedarf mit anpacken, gehören dazu.

               

              „Doch ergeben sich manchmal private Ereignisse, die es erforderlich machen, das Leben ein wenig ruhiger anzugehen“, berichtet der Kulturmühlenverein in seiner jüngsten Pressemitteilung. Und so bat Clemens Rittel

              darum, das Amt niederlegen zu dürfen. Er wird der Kulturmühle jedoch erhalten bleiben und unter anderem die Internetpräsenz des Vereins pflegen und einspringen, wo gerade Not am Mann ist. Die Lücke schließt vorerst der stellvertretende Vorsitzende Firouz Hanifi . Wunsch ist es allerdings, die Lücke bis zur Mitgliederversammlung am 22. Februar schließen zu können, da das Jahr 2017 auch ein Jubiläumsjahr für die Berner Kulturmühle ist. Das

              Team der Kulturmühle freut sich daher über alle Personen, die sich bereit erklären, Aufgaben zu übernehmen und damit für den Ort Berne ein wertvolles Stück Kultur zu erhalten und weiter auszubauen.

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                25 jähriges Jubiläum

                Von
                 

                muehleheger

                Im April gastiert Annie Heger aus Oldenburg mit ihrem Musikkabarett op Platt „Watt’n Skandaal“ in der Mühle. (FR)

                 

                Dabei werden der Chor „Courage“ und der Zauberer Friedrich auftreten, außerdem sollen die Interpreten Joe und Britta Dinkelbach dem Fest Glanz verleihen.

                Mit dem Programm für das ganze Jahr will die Kulturmühle im Jubiläumsjahr weitere besondere Akzente setzen. Den Anfang macht am Freitag, 10. Februar, Lüder Wohlenberg. Der Arzt mit der Profession Kabarettist kennt das Gesundheitssystem von beiden Seiten der Nadel und wird in seinem politisch-medizinischen Kabarett aufzeigen, was die Medizin kann und wo sie besser das Skalpell in der Verpackung stecken lässt.

                Am Sonnabend, 11. Februar, startet ein neues Kinderkino. Vier Mal im Jahr werden Filme für verschiedene Altersgruppen gezeigt. Das Kino für Erwachsene lädt für Freitag, 24. Februar, zu einem weiteren filmischen Reisebericht von Elfi und Wolfgang Heißenhuber ein. Anlässlich des Internationalen Frauentages feiern die Berner Frauen am Freitag, 10. März, ein Fest. Sie werden vom Singer-/Songwriterduo Rosy Daze unterhalten und erhalten einen kleinen Einblick in die Welt des Poetry Slams. Sonnabend, 25. März, folgt ein Konzert des Nordbremer Gospelchores „Happyness“ unter Leitung von Ella Winkelmann.

                Am Sonnabend, 8. April, gastieren Dasha Wright und Cara Thompson in Berne. Die Teufelsgeigerinnen mit den wunderbaren Stimmen werden als „Folkbirds“ mit ihrer Show Herzen berühren, so die Ankündigung. Die Reihe „Brot und Lyrik“ mit literarischen Texten wird am Freitag, 28. April, fortgesetzt. Schon einen Tag später, am Sonnabend, 28. April, will die Oldenburger Kabarettistin, Sängerin und Moderatorin Annie Heger mit ihrem Musikprogramm op Platt „Watt’n Skandaal“  begeistern.

                Als weiteren Höhepunkt im Veranstaltungskalender kündigt die Kulturmühle für Sonnabend, 20. Mai, eine szenische Lesung des Bremer Kriminaltheaters an. Ralf Knapp wird „Die Panne“ von Friedrich Dürrenmatt interpretieren. Nach dem Festsonnabend im Juni und der Sommerpause startet die Kulturmühle im August mit einer weiteren Neuheit. Sie lädt zu einem Newcomer-Festival ein. Es soll jungen Künstlern die Möglichkeit bieten, ihr Können zu präsentieren.

                Im September wird die intergalaktische Musikkomödie „BEM! ME UP“ des Berliner Trios BEM! folgen. Ganz besonders stolz ist das Programmteam der Mühle, dass es gelungen ist, „La Signora Carmela de Feo“ für einen Auftritt im Oktober zu gewinnen. Die Musikerin, Sängerin, Schauspielerin und Komödiantin ist Trägerin des Bayerischen Kabarettpreises.

                Sie fegt mit unglaublicher Energie über die Bühne, tanzt, singt und spielt, was das Zeug hält. Sie begleitet sich bei ihren Liedern auf dem Akkordeon und zeigt in ihren Texten große Komik. Neben der Lesebühne „Brot und Lyrik“ und einem weiteren Kinotag wird der Monat November kulturell mit einer plattdeutschen Lesung des Landwirts Matthias Stührwoldt aus Schleswig-Holstein abgerundet.

                Zum Abschluss des vielseitigen Veranstaltungskalenders 2017 spielt Birgit Neemann vom Mobilen Figurentheater Bremen in der Kulturmühle Berne.

                Kulturmühle – Gründung und Ziel

                Der Verein „Kulturmühle Berne“ wurde im Juni 1992 zunächst als Förderverein „Molkerei“ gegründet. Er hätte damals gern die aufgegebene Stedinger Molkerei an der Weserstraße als neues Kulturzentrum erworben, wurde allerdings von einer zahlungskräftigeren Investorin überboten. Die Mitglieder konzentrierten ihr Interesse daraufhin auf die Wefer-Mühle von 1904 an der Langen Straße, die sie ab 1993 mieteten. Ziel war es, auf dem Land ein Kulturangebot für alle Altersgruppen und Interessen zu etablieren. Ein engagiertes Vorstandsteam um Wolfgang und Karin Strackerjan und Wolfgang Focke installierte in den folgenden zehn Jahren ehrenamtlich ein Kulturprogramm, das es in dieser Vielfalt zuvor in Berne noch nicht gegeben hatte. Der Verein erhielt zum Betrieb der Mühle weder damals noch heute regelmäßige kommunale Zuschüsse. Mit Unterstützung der Gemeinde Berne gelang es dem Verein 2003, das Gebäude käuflich zu erwerben und unter Einwerbung von Fördermitteln zu einem Kulturhaus auszubauen, mit dem die Gemeinde heute stolz wirbt. Auch nach einem Vierteljahrhundert finanziert das ehrenamtliche Team den Betrieb der Kulturmühle aus eigenen Mitteln.

                 

                 

                 

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                  Den kleine Maulwurf haben alle lieb 

                  Von Gabriele Bode
                   

                  Berne Unter der Wiese von Bauer „Knolle“ und seinen Kühen lebt der Maulwurf Grabowski. Mit dem Landwirt, den Birgit Neemann in der Berner Kulturmühle bei ihrer alljährlichen Figurentheatervorstellung dieses Mal mit einer Kartoffel und einem Handschuh zum Leben erweckt, kommt der Maulwurf ganz gut klar. Auch mit dessen Kühen Liese, Lotte und Lotte- Liese oder den Krähen, die Grabowski gerne als leckeren Snack verspeisen würden. Ganz entsetzt ist der Maulwurf aber eines Tages, als ein Messtrupp seine Markierungsstäbe mitten durch seine Schlafhöhle bohrt. Als danach auch noch die Heinzelmann-Baukolonne mitten in Grabowskis Zuhause mit ihrer Arbeit beginnt, versteht der kleine Maulwurf die Welt nicht mehr. Schweren Herzens macht er sich auf den Weg, um eine neue Heimat zu suchen.

                  Ganz begeistert sind nicht nur die kleinen Zuschauer von dem Stück, das Birgit Neemann mit unkonventionellen Mitteln auf die Bühne bringt. Da wird eine Gießkanne zum Bagger umgebaut und die Bauarbeiterzwerge tauschen ihre Zipfelmützen gegen Ü-Ei-Bauhelme. Auch der Maulwurf und seine „Schauspielerkollegen“ kommen bestens an.

                  Nach der Vorstellung nutzen viele Kinder die Gelegenheit, um dem niedlichen Hauptdarsteller einmal übers Fell zu streicheln

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                    Birgit Neemann: Maulwurf Grabowski

                    Von

                     

                    Puppenspielerin Birgit Neemann erfreute gut 50 Kinder und Erwachsene in der Kulturmühle mit einer Neuinszenierung des „Maulwurf Grabowski“. Basierend auf dem Kinderbuch spielt sie über fast 40 Minuten höchst amüsant mit der Vorstellungskraft der Kinder. In der Rahmenhandlung übernimmt die die Rolle von Elvira Blümel, die nach einer spannenden Geschichte für ihre Enkelin Pauline such. So entwickelt sie die Erlebnisse von Grabowski, der aus seinem Bau vertrieben wird, weil auf seiner Wiese ein Supermarkt gebaut wird.

                    Birgit Neemanns Spiel überrascht auch durch die pfiffigen Requisiten. Sie kommt mit einer kleinen Bühne aus, auf der alles seinen wohldurchdachten Platz hat. Elvira Blümels Gartentisch ist mit einer grün-geblümten Decke Wiese für die Kühe Liese, Lotte und Lotteliese. Es sind Milchkartons, aus denen sich mit einem Handgriff Beine klappen lassen. Der Gartentisch lässt sich ruckzuck halbieren: Für Grabowskis Bau stellt die Puppenspielerin die hintere Hälfte hoch, seine Wanderung zu einer neuen Wiese findet auf der vorderen Hälfte statt.

                    Landvermesser messen die Wiese aus. Ein Zollstock, der sich beliebig formen lässt, reicht hier für die Fantasie der Zuschauer. Ein gelber Helm und gelbe Gummistiefel stellen den Polier der Baufirma Heinzelmann dar. Bei den Bauarbeitern allerdings handelt es sich um eine Gruppe Zwerge, denen Birgit Neemann vor dem Betreten der Baustelle die roten Zipfelmützen gegen gelbe Helme tauscht.

                    Das Puppenspiel bereitete Kindern wie Erwachsenen sichtliches Vergnügen. Viele Ideen sorgten bei Großen wie Kleinen gleichermaßen für Gelächter. So kommt Maulwurf Grabowski schließlich an eine viel befahrene Straße. Originelle Idee: Auf ein breites Band geklebte Spielzeugautos rasen – über ein großes Rad gekurbelt – an den Zuschauern vorüber.

                    Am Ende der rund 40-minütigen Vorstellung bedankten sich einige Eltern bei Birgit Neemann für die hübsche Aufführung und fragten gleich nach dem Titel des Stückes in der Adventszeit 2017. Das werde der „Rabe Socke“ sein, erfuhren sie. Außer den Familien, die die öffentliche Vorstellung besuchten, sahen auch 220 Kinder der Kindertagesstätten Berne, Ganspe, Neuenkoop und des Spielkreises Tobias in gesonderten Vorstellungen den Maulwurf Grabowski in der Kulturmühle Berne.

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                      Kultur lässt sich verschenken!

                      Von Hannelore Johannesdotter
                       

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                        "Maulwurf Grabowski" in Berne

                        Von Hannelore Johannesdotter
                         

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                          Der Maulwurf Grabowski kommt in die Kulturmühle 

                          Von Luis Murschetz
                           

                          landkreis_delmenhorst_2_9d035617-490a-4dac-9818-8dbd143731b51-405x337Der Maulwurf Grabowski lebt auf der großen bunten Wiese eines Bauern am Stadtrand. Doch eines Tages wird sein behagliches und geruhsames Leben durch Baumaschinen gestört. Grabowski muss sich eine neue Wiese suchen. Wer wissen will, wie es weitergeht, sollte am Samstag, 3. Dezember, in die Kulturmühle in Berne, Lange Straße 74, kommen. Birgit Neemann vom Mobilen Figurentheater Bremen ist wieder zu Gast und führt das Stück „Der Maulwurf Grabowski“ nach dem Kinderbuch-Klassiker von Luis Murschetz auf. Geeignet ist das Stück, Dauer etwa 45 Minuten, für Kinder ab drei Jahren. Beginn ist um 15.30 Uhr. Der Eintritt kostet sechs Euro.

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                            Kulturmühlen Team "Vorstand" im Wandel

                            sich veränderte Situation machen einen Wechsel im Vorstand notwendig
                             

                            Seit März 2016 hatte Clemens Rittel den Vorsitz in der Kulturmühle übernommen. Eine
                            hohes Ziel, da es galt ein fast komplett neues Team zu bilden das die mannigfaltigen
                            Aufgaben bewältigen kann.

                            Über die Monate hat sich ein festes Team gebildet das die Aufgaben über alle Bereiche
                            gemeinsam bewältigt.
                            Auch eine Handvoll fleißiger Helfer die immer bei Bedarf helfen
                            gehört dem Team an.


                            Doch ergeben sich manchmal private Ereignisse die es erforderlich machen das Leben ein
                            wenig ruhiger anzugehen.
                            So bat Clemens Rittel am Letzen Wochenende darum das Amt
                            niederlegen zu dürfen.
                            Er wird der Kulturmühle jedoch erhalten bleiben und unter anderem
                            die Internetpräsenz der Kulturmühle pflegen und einspringen wo "Not am Mann" ist.


                            Die Lücke schließt vorerst der stellvertretende Vorsitzende, Firouz Hanifi.


                            Wunsch ist es jedoch die Lücke bis zur JHV am 22.02.2017schließen zu können, da das
                            Jahr 2017 auch ein Jubiläumsjahr für die Berner Kulturmühle ist.
                            Das Team der Kulturmühle
                            freut sich über alle die sich bereit erklären werden Aufgaben zu übernehmen und damit Berne
                            einen wertvollen Ort der Kultur zu erhalten und diesen weiter auszubauen.

                             

                            Kulturmühle Berne e. V.
                            Langestraße 74
                            gegenüber Autohaus Lampe
                            27804 Berne
                            http://www.kulturmuehle-berne.de
                            KulturPhone: +49 (0)4406 / 9899 797

                             

                            Clemens Rittel

                            Lotsenstraße 5
                            27804 Berne
                            Handy : +49 151 / 540 699 86

                             

                            P.S.

                             

                            Das Team der Kulturmühle Berne besteht aktuell aus:

                            Vorsitzender
                              Vakant
                            Stellvertretender Vorsitzender
                              Firouz Hanifi
                            Geschäftsführer
                              Firouz Hanifi
                            Stellvertretene Geschäftsführerin
                              Moygan Elyasi
                            Finanzbeirat
                              Karin Dialer-Strakerjan
                            Programmbeirat
                              Ramona Kruse
                            Gebäudebeirat
                              Frank Kruse

                             

                            und unsere fleißigen Helfer die nicht alle benannt werden möchten, denen ich aber auch einen großen
                            Dank aussprechen möchte. Arbeiten wie z. B. Bewirtung, Reinigung, Aushelfen oder auch die
                            Jubiläumszeitschrift vorbereiten wird ohne zögern erledigt. Danke.

                             

                             

                             

                             

                             

                             

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                              Von Barcelona nach New York

                              Filmabend am Freitag
                               

                              1_20020616_91971h-202x337Berne In der Kulturmühle Berne, Lange Straße 74, findet an diesem Freitag, 18. November, ein Filmabend mit dem Titel „Barcelona und New York – Diesseits & und Jenseits des Atlantik“ statt. Elfi und Wolfgang Heißenhuber zeigen in zwei Filmen die Besonderheiten der beiden Städte. Beginn ist um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro.

                              Barcelona, die katalanische Hauptstadt, lädt zum Flanieren ein, etwa über die berühmten „Rambla de Canaletes“ mit Gaucklern und Musikern. Cafés, Blumenstände und Brunnen laden zum Verweilen ein. Auch die Markthalle „Mercat de la Boqueria“ liegt in der Nähe. Hier bleibt kein Wunsch offen. Schinken, Weine, Ost und Gemüse werden in dieser Halle aus dem 18. Jahrhundert angeboten. Der spanische Künstler Miro hat mit Mosaiken die Pflastersteine geschmückt.

                              Auch die Kathedrale „Sagrada Familia“ des Architekten Antoni Gaudi sowie dessen Meisterwerk, die Cas Mila „La Padrera“, werden ein Thema des Films sein.

                              Der zweite Film widmet sich New York, der Metropolregion mit 18,9 Millionen Menschen. Die Stadt mit den höchsten Lebensunterhaltungskosten in den Vereinigten Staaten ist eine der teuersten Städte der Welt.

                              New York besitzt aber auch zahlreiche architektonische Sehenswürdigkeiten, 500 Galerien, 200 Museen und 150 Theater. Auch sie werden ein Thema im Film des Berner Künstlerehepaars sein.

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                                Der Maulwurf Grabowski kommt in die Kulturmühle 

                                Von Torsten Wewer
                                 

                                Berne Clemens Rittel hat aus privaten Gründen den Vorsitz im Vorstand des Vereins Kulturmühle Berne niedergelegt. Das hat er am Mittwoch mitgeteilt. Bis ein neuer Vorsitzender gefunden ist, übernimmt der stellvertretende Vorsitzende Firouz Hanifi kommissarisch den Vorsitz. Bis zur Jahreshauptversammlung am 22. Februar 2017 soll ein neuer Vorsitzender gefunden worden sein. Rittel hatte den Vorsitz erst im März übernommen. Er wird für den Verein weiter „im Hintergrund“ wirken, kündigte er an.

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                                  Verein wählt neuen Vorstand 

                                  Von Torsten Wewer
                                   

                                   

                                  An dem Abend soll es auch einen Ausblick geben: Im Jahr 2017 wird das 25-jährige Mühlenjubiläum gefeiert. Was zu diesem Anlass geplant wird, soll zumindest vorbesprochen werden.


                                  Mehr Infos und das Jahresprogramm unter http://www.kulturmuehle-berne.de

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                                    "The Incredibles"  

                                    Von Torsten Wewer
                                     

                                     

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                                      Ein Fest nur für Frauen

                                      Von Torsten Wewer
                                       

                                       

                                      Gemeinsam mit dem Landfrauenverein Neuenkoop, dem Landfrauenverein Berne-Stedingen, dem Frauenkreis Neuenkoop, dem Frauenfrühstück der Kulturmühle und dem Stedinger Turnverein hat die Gleichstellungsbeauftragte ein kulturelles und kulinarisches Verwöhnprogramm zum Internationalen Frauentag zusammengestellt.

                                      Karten zum Preis von zehn Euro (Essen und nichtalkoholische Getränke sind darin enthalten) gibt es ab sofort im A&B Markt Trost (Am Breithof) und im Restaurant Delikato im Zentrum Alte Molkerei an der Weserstraße.

                                      Das Frauenfest findet alle zwei Jahre statt. 2014 wurden mehr als 130 Besucherinnen gezählt.

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                                        "Ich bin hier das Mädchen für alles"

                                        Von
                                         

                                        Berne. Seit mehr als 20 Jahren steht die Kulturmühle Berne für ehrenamtliche Arbeit und Kultur im ländlichen Raum. Der Verein ist unabhängig von staatlichen Subventionen. Kultureinrichtungen und staatliche Subventionen gehen oft Hand in Hand. Bei der Berner Kulturmühle sorgen hingegen seit über zwanzig Jahren ehrenamtliche Vereinsmitglieder für den Betrieb und das Programm der Kleinkunstspielstätte in der südlichen Wesermarsch. Geschäftsführerin Karin Dialer-Strackerjan ist von Anfang an dabei.

                                        „Damals herrschte nicht nur in Berne eine unglaubliche Aufbruchstimmung, etwa zeitgleich wurde ja auch die Seefelder Mühle gegründet“, erinnert sich Karin Dialer-Strackerjahn an die Gründungszeit des Berner Kulturvereins Ende der 80er. „Es gab zahlreiche Zuzüge aus urbanen Gegenden, und viele wollten kulturelle Erlebnismöglichkeiten, die zu diesem Zeitpunkt vor Ort quasi nicht vorhanden waren.“

                                        Zunächst initiierte der zu diesem Zweck formierte Verbund kulturinteressierter Berner Bürger seine Konzerte und Veranstaltungen im „Kulturzentrum Alte Molkerei“. Der Name bezog sich auf eine dort ansässige Molkerei. Als dieser Betrieb umzog und die Immobilie höchstbietend versteigert wurde, überstieg der gewünschte Preis die finanziellen Mittel des noch recht frisch konstituierten Kulturvereins.

                                        Der Berner Architekt Gerd Logemann war es, der seine Vereinskameraden auf das zum Verkauf stehende Mühlengrundstück der Erbgemeinschaft Frieling hinwies. „Sowohl die damaligen Besitzer als auch die Gemeinde zeigten sich angetan von unserer Idee, das alte Mühlengebäude als Kulturstätte zu nutzen“, erinnert sich Dialer-Strackerjan, die gemeinsam mit Ehemann Wolfgang, Verena Delius, Inge Klinkauf und Dieter Briese zu den Gründungsmitgliedern des Kulturvereins gehört.

                                        Anfang der Neunzigerjahre übernahm der Verein das Gebäude zunächst als Mieter, sparte sich die ersten Jahresmieten jedoch durch eigenhändige Instandsetzung des denkmalgeschützten Mühlengebäudes. „Die Mühle befand sich damals quasi in einem Rohbauzustand. Es gab nicht einmal einen Fußboden.“

                                        Zu diesem Zeitpunkt gab es rund 100 Vereinsmitglieder. In Eigenregie und ehrenamtlich sanierten und renovierten sie ein halbes Jahr lang mit Feuereifer das Mühlengebäude. Zu den Vereinsmitgliedern1195527_1_teasersmallnocrop_532e145529180 gesellten sich weitere Helfer. „Noch am Tag der ersten Veranstaltung wurden die letzten Fliesen in den Sanitärräumen geklebt“, erinnert sich Dialer-Strackerjan schmunzelnd.

                                        Ob die erste Veranstaltung in der neuen Vereinsheimat noch 1992 oder doch erst ein Jahr später war, können die Vorstandsmitglieder heute nicht mehr mit absoluter Sicherheit sagen. Sie erinnern sich jedoch lebhaft an die inhaltliche Vereins-Entwicklung. Anfangs lag der Fokus auf klassischen Konzerten. Die damaligen Vorsitzenden Verena Delius und Inge Klinkauf initiierten zudem ein sonntäglich geöffnetes „Mühlencafé“. „Beide waren mit viel Herzblut und Idealismus bei der Sache“, weiß Dialer-Strackerjan.

                                        Jedoch stießen nicht alle öffentlichen Angebote des Vereins auf entsprechende Resonanz: Das „Mühlencafé“ stellte seinen Betrieb nach etwa zwei Jahren ein. Diskussionen über die inhaltliche Ausrichtung der Programmangebote führten Mitte der Neunzigerjahre zu Veränderungen im Vorstand. Die zeitweise politische Unterstützung bereitete dem Verein zudem Probleme. Nach dem Auslaufen der mietfreien Nutzungsmöglichkeit des Mühlengebäudes übernahmen nämlich „Die Grünen“, zu deren Mitgliedern auch Vereinsgründungsmitglied Wolfgang Strackerjan zählte, für ein Jahr die Gebäudemiete. Allerdings: „Unter den Bernern war schnell von einem ,Grünen Zentrum‘ die Rede, mit dem sich nicht jeder identifizieren konnte“, reflektiert Karin Dialer-Strackerjan. Sie und Ehemann Wolfgang kehrten dem Vorstand aufgrund interner Unstimmigkeiten den Rücken, Delius und Klinkauf legten ihre Vorstandsarbeit nieder. Auf Bitten von Wolfgang Focke, der seit Mitte der Neunzigerjahre bis heute das Amt des ersten Vorsitzenden bekleidet, stieß das Ehepaar Strackerjan dann später wieder zum Kulturmühlenvorstand.

                                        Im Jahre 2000 legte der damalige Bürgermeister Bernd Bremermann dem Verein nahe, die seit fast zehn Jahren genutzte Immobilie samt Grundtstück zu erwerben. Neben der Gemeinde, die den halben Kaufpreis beisteuerte, erhielt der Verein zusätzliche Spenden von Sponsoren und Privatpersonen von insgesamt 8000 Euro.

                                        „Das war sowohl ein bewegender Vertrauensbeweis als auch eine schöne Anerkennung für unsere bis dahin geleistete Arbeit“, ist Karin Dialer-Strackerjan auch heute noch gerührt. Handwerkliche und finanzielle Unterstützung wird dem Verein im Übrigen immer noch zuteil.

                                        Wurde bis dato ausschließlich das Mühlengebäude für die Veranstaltungen genutzt, erschlossen sich mit dem Grundstückserwerb neue Gestaltungsmöglichkeiten. Es wurden „nach zwanzig Jahren längst überfällige“ Sanierungs- und Renovierungsarbeiten am Mühlengebäude vorgenommen. Auch das einstige Maschinenhaus wurde grundlegend renoviert und 2013 für Veranstaltungen und Publikumsverkehr freigegeben. Durch einen gläsernen Mittelbau soll dieses noch in diesem Jahr mit dem Hauptgebäude verbunden werden. Eine angrenzende Werkstatt befindet sich nun ebenfalls im Vereinsbesitz.

                                        Musik, Theater, Kabarett und Travestie haben bei der Kulturmühle Berne eine Heimat gefunden. „In den letzten Jahren hat sich recht deutlich herauskristallisiert, was unser Publikum sehen möchte“, konstatiert Reiner Clasen, seit Februar Nachfolger des verstorbenen Wolfgang Strackerjans als Vorsitzender des Gebäuderates im Verein.

                                        Das Publikum kommt aus dem gesamten niedersächsischen und bremer Umland. „Seit der Sanierung 2013 begrüßen wir zu jeder Veranstaltung mindestens 80 Zuschauer, oft sind wir sogar ausverkauft“, so Dialer-Strackerjan. Eine neue Internetpräsenz ist seit Beginn des Jahres auf den neuen Programmbeirats-Vorsitzenden Clemens Rittel zurückzuführen. Mehr als zwölf bis vierzehn jährlichen Veranstaltungen sollen es aber nicht werden, obwohl Rittel täglich durchschnittlich zwölf eingehende Künstlerbewerbungen registriert. „Eine qualitativ hochwertige Veranstaltung pro Monat reicht völlig aus“, so Dialer-Strackerjan, zumal der Verein seit seiner Gründung bis heute unabhängig von einem Träger operiert.

                                        „Die Arbeitsstunden aller Vorstandsmitglieder gewichten sich saisonal unterschiedlich, als statistischer Mittelgesamtwert sind etwa 80 Stunden pro Woche realistisch“, so Reiner Clasen. Doppelt besetzt werden soll bald die Position von Karin Dialer-Strackerjan. Denn: „Neben Kassenführung und Antragsstellungen kümmere ich mich unter anderem um den Einkauf, um Künstler und Gäste versorgen zu können und stelle sicher, das rechtzeitig Plakate und Eintrittskarten verfügbar sind – eigentlich bin ich so ziemlich das ,Mädchen für alles‘“, spricht die Geschäftsführerin und lacht.

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                                          Lieber Rotwein als Brottrunk

                                          Von
                                           

                                          BRAKE_BERNE_LEMWERDER_tina-teubner-2014-3KABARETT Politisch unkorrekt und herrlich bissig: Tina Teubner begeistert

                                          Das Publikum erfuhr, wie entspannend es sein kann, Feindbilder zu haben – und dass fortgeschrittenem Alter so mancher Vorteil abzugewinnen ist.

                                          Berne „Die Schönheit des Anfangs ist der Moment, wo niemand weiß, was kommt, und alles möglich ist“, tönte Tina Teubners Stimme unsichtbar von der Treppe der Berner Kulturmühle. „Sogar, dass Ben sich als großer Pianist erweist, ist in diesem Moment noch möglich“, kündigte die gebürtige Hessin in gewohnt liebenswürdig-bissiger Manier ihren Partner an, bevor sie selbst mit ihrem „Aufstand im Doppelbett“ die Bühne betrat.

                                          Ausverkauft war das Obergeschoss der Kulturmühle, in der die Kabarettistin das Publikum auch dieses Mal nicht enttäuschte. Während besagter Ben Süverkrüp am Klavier durchaus sehr viel Können bewies, machte sich Tina Teubner herrlich politisch unkorrekt Gedanken über das von vielen Missverständnissen geprägte Zusammenleben von Männern und Frauen, über die Routine des Alltags und über das Altern.

                                          Statt wie Iris Berben Frischluft und Bewegung zu huldigen, um unter Entsagung jeglicher Vergnügen krampfhaft ewig jung auszusehen, bekannte sich Teubner lieber zu Rotwein und Pommes – und dazu, schon seit frühester Jugend ein Sportmuffel zu sein. Wenn Inge Meisel mit 80 versuchte, wie 30 auszusehen, warum geht so etwas nicht auch umgekehrt? Dem fortgeschrittenen Alter, in dem man die Jugend in öffentlichen Verkehrsmitteln von den Sitzen reißt oder einfach drinnen rauchen kann, sieht die Kabarettistin begeistert entgegen.

                                          Wie viel Spaß es machen kann, Demütigungen mit Freundlichkeit zu begegnen, schilderte Teubner äußerst vergnüglich. Ein Feindbild zu haben, wie es etwa ihre Brottrunk schlürfende, fernöstlichen Entspannungstechniken frönende Cousine mit ihrer perfekten Familie darstellt, das sei doch wesentlich besser als der obligatorische Klamotten-Frustkauf.

                                          Abwechslungsreich, musikalisch und immer wieder mit überraschenden Pointen ging es mit dem Weinglas, der Geige oder der singenden Säge in der Hand durch den Abend. Und donnernd war der Applaus, mit dem Tina Teubner und Ben Süverkrüp von der Bühne der Kulturmühle verabschiedet wurden.

                                          Als Aufführungsort mit einer ganz besonderen Atmosphäre und einem tollen Publikum würdigte das Paar die Kulturmühle und das große Engagement der vielen ehrenamtlichen Vereinsmitglieder, die dieses kulturelle Angebot möglich machten.

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                                            Auf Asylsuche vor dem Kölner Karneval

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                                            Frau Teubner, Ihre Programme heißen „Aus dem Tagebuch meines Mannes“ und „Aufstand im Doppelbett“, Ihr Buch heißt „Männer brauchen Grenzen.“ Haben Sie ein Problem mit Männern oder mit Ihrem Mann?

                                            Tina Teubner: Nein, ich liebe meinen Mann. Ich liebe ihn wirklich – ich habe es nur nicht immer auf dem Schirm. Ich überprüfe ja meine Themen nicht nur auf Relevanz, sondern auch auf ihren Unterhaltungswert, und da scheidet die Liebe einfach besser ab als der ADAC oder die große Koalition.

                                            Was interessiert Sie an Frauen und Männer so sehr?

                                            Vor allem das, was nicht klappt. Warum haben wir Frauen beispielsweise immer das Gefühl, indem man ein Problem ausspricht, ist es aus der Welt, und warum geben uns die Männer immer das Gefühl: Erst indem man ein Problem ausspricht, ist es in der Welt. Im Ernst: Beziehungen, sie sind der Kern unserer Gesellschaft, und sie sind das, was am Ende zählt.

                                            Haben Sie deshalb den Ratgeber „Männer brauchen Grenzen“ geschrieben?

                                            Mag sein. Warum soll das, was für die geliebten Kinder gut ist, nicht auch für den geliebten Mann gut sein? Erstaunlich genug, dass es einen Erziehungsratgeber für Männer bislang noch nicht gab, wo wir Frauen doch so gerne die Männer zu ihrem Vorteil verändern. Es haben einfach zu viele Freundinnen in meiner Küche gesessen, die immer wieder verzweifelt versuchen, mit ihren Männern zu kommunizieren, während die Männer so tun, als wäre ihre Ehe ein Fall für Amnesty International. Denen wollte ich mit meinem Buch gnadenlos gute Laune machen. Den Frauen und den Männern.

                                            Der Terminkalender auf Ihrer Homepage enthält 62 Bühnenshows und Fernsehtermine zwischen Bremerhaven und der Schweiz innerhalb von sieben Monaten. Wie schaffen Sie das?

                                            Ich liebe meinen Beruf. Sonst wäre das nicht möglich. Es nimmt viel Energie, aber es gibt auch viel Energie.

                                            Welchen Stellenwert haben Ihre Auftritte auf vergleichsweise kleinen Bühnen wie der in der Kulturmühle Berne?

                                            Es ist was ganz besonderes, so nah am Publikum zu sein.

                                            Jedes Publikum ist anders, vermute ich. Wie unterscheidet sich das ländliche vom städtischen Publikum?

                                            Es lebt auf dem Land. Nein – wie das Publikum ist, hängt vielmehr davon ab, was die Bühnen über die Jahre anbieten. Wenn immer nur Comedy läuft, erwartet das Publikum natürlich seichte Kost; wenn auch Kabarett läuft, kann man mit einem wachen, kritischen Publikum rechnen.

                                            Welchen Stellenwert, glauben Sie, hat das Kabarett auf dem flachen Land?

                                            Den gleichen, wie in der Stadt. Kabarett soll den Menschen die Augen öffnen und die Themen humorvoll betrachten.

                                            Welcher Kabarettist kann Sie noch überraschen?

                                            Wenn einer die Tür zu seiner Welt aufmacht, dann gehe ich durch. So wie zum Beispiel Josef Hader in seiner Urnen-Nummer. Sie zeigt, Kleinkunst ist ein Genre, das vor großen Themen nicht Halt machen muss. Oder Volker Pispers, der mir verblüffend die Welt erklärt. Auch Nessi Tausendschön verehre ich sehr.

                                            Und was machen Sie nach dem Auftritt?

                                            Da fahren wir in unser wunderschönes Haus in Norderschwei. Wir haben uns dort ein zweites Zuhause geschaffen, weil wir die Landschaft und die Menschen hier so lieben. An dieser Stelle ein großer Dank für das Asyl vor dem Karneval in Köln: Ich muss nicht erleben, wie mein Frauenarzt als Marienkäfer verkleidet vor meiner Haustüre strandet.

                                             

                                             

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                                              Umbau nahezu beendet

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                                              Berne Maßgeblich war Gründungsmitglied Wolfgang Strackerjan am Aufbau der Kulturmühle beteiligt, die sich seit 2003 im Besitz des Vereins befindet.Unermüdlich trieb er den Aufbau der Nebengebäude voran und schaffte es buchstäblich mit letzter Kraft das Maschinenhaus fertigzustellen, würdigte der Vorsitzende Wolfgang Focke bei der Jahreshauptversammlung des Kulturmühle Vereins den Idealismus und die unbändige Schaffenskraft des Freundes, der im Juni 2013 verstarb, bevor zur Tagesordnung übergegangen wurde.

                                              Nach der im vergangenen Jahr abgeschlossenen Renovierung der sanitären Anlagen und des Einbaus erforderlicher Brandschutzmaßnahmen in der Mühle sowie der Einweihung des Maschinenhauses als zusätzlichen Veranstaltungsraum, ist der Umbau des gesamten historischen Gebäudeensembles nach 22 Jahren nun fast abgeschlossen, freute sich Geschäftsführerin Karin Dialer-Strackerjan über das gemeinsam Erreichte.

                                              Lediglich ein Verbindungsbau zwischen Haupt-und Maschinenhaus sei jetzt noch geplant, der voraussichtlich mit rund 31 000 Euro zu Buche schlagen und spätestens
                                              im nächsten Jahr fertig werden soll. Die Pläne für den Flachdachbau sind in den kommenden Tagen fertig, um bei der Gemeinde eingereicht zu werden.

                                              In dem von viel Glas umgebenen Verbindungsteil sollen beispielsweise die restaurierten Schwungräder ihren Platz finden, erklärte die Geschäftsführerin das Vorhaben. Zwei Drittel der Kosten werden dabei, wenn alles klappt, von der Kommune im Rahmen des Städtebauförderungskonzeptes übernommen. Als reine Vorsichtsmaßnahme und um auf der sicheren Seite zu sein, ist im März außerdem noch eine statische Prüfung des Hauptgebäudes geplant, hieß es weiter. Dem soliden Holzboden im oberen Stockwerk schenken die Mitglieder jedoch ihr volles Vertrauen.

                                              Erfolgreich war das Programm, das Programmbeirat Jürgen Graupner und sein Team 2013 auf die Beine stellen konnten. 1360 Besucher fanden sich zu den stets gut besuchten Konzerten, Kino-und Kabarettvorstellungen, Lesungen oder Frauenfrühstücken ein. Von der Agentur Songs and Whispers trennte man sich jedoch im letzten Frühjahr aufgrund von vertraglichen Unregelmäßigkeiten – auch wenn es den Mitgliedern um die an diese Agentur gebunden jungen Künstler leidtut.

                                              Bei den anstehenden Wahlen sprachen alle 15 Anwesenden Wolfgang Focke und Karin Dialer-Strackerjan erneut das Vertrauen als Vorsitzenden und Geschäftsführerin aus. Zur nächsten Jahreshauptversammlung ist eine Satzungsänderung geplant, die diese Ämter mit jeweils einem Stellvertreter entlasten soll. Zum neuen Vorsitzenden des Programmbeirats wurde Clemens Rittel gewählt. In Abwesenheit ernannte man Rainer Clasen zum Vorsitzenden des Gebäudebeirats.

                                              Der nächste von vielen kulturellen Höhepunkten wird an diesem Sonnabend, 1. März, Tina Teubner mit „Aufstand im Doppelbett“ sein. Im Sommer ist außerdem wieder das gemeinschaftliche Mitfiebern bei der Fußball-WM geplant.

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                                                Aufstand im Doppelbett

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                                                Um Beziehungen geht es bei dem Auftritt von Tina Teubner. Dabei geht sie mit Bis und Ironie gegen das Immergleiche im Alltag an.

                                                Berne Einen ersten Höhepunkt des Kabaretts in der Kulturmühle Berne gibt es an diesem Sonnabend, 1. März. Ab 20 Uhr tritt Tina Teubner mit ihrem Programm „Aufstand im Doppelbett“ auf. Und wieder müssen sich die Besucher auf einen Abend mit viel Spott und Ironie einstellen.

                                                „Vor acht Jahren ist das Glück in Form meines Mannes zur Tür hereingekommen. Mein Mann ist immer noch da.“ Die Kunst und das Leben haben einen gemeinsamen Todfeind: die Routine, heißt es in der Ankündigung. Gleichförmigkeit, das Immergleiche, das Mittelmaß, stumpfe Zufriedenheit sind das Ende aller Beziehungen.

                                                Tina Teubner lässt ein Spottgewitter folgen: auf die Routine und die Ignoranz, auf die Niederlagenverschweiger und das Mittelmaß, auf die Cousine und die Gutmenschen, auf die stumpfe Zufriedenheit und die ewig Wichtigen – und nicht zuletzt auf die Vergänglichkeit dieses betörenden, wahnsinnigen, prallen, wehmütigen, viel zu kurzen Lebens

                                                Tina Teubner ist der personifizierte Protest gegen solche Erstarrung, die leibhaftige Sabotage am Glatten, Gleichförmigen. Gemeinsam mit ihrem Pianisten Ben Süverkrüp hob sie dieses Programm aus der Taufe, es gedieh einmal mehr zum Triumph über das Immergleiche. Ben Süverkrüp studierte an der Folkwang Hochschule Essen Komposition und Klavier, ist preisgekrönt und medienpräsent.

                                                Sie widmet sie sich der Frage, wie das mühsam erworbene Glück schließlich bleibt und stellt fest: Gar nicht so einfach. Aber äußerst erheiternd. Wenn man es genau genommen nicht so genau nimmt. Wer es liebt, wenn Lieder, Kabarett und Unfug sich zu einem unbeschreiblichen Gesamtkunstwerk runden – berührend, witzig, aktuell – ist bei Tina Teubner in der Kulturmühle richtig.

                                                Der Eintritt kostet 18 Euro (Vorverkauf 16)€. Gegen den kleinen Hunger gibt Schinken- und Käsebrötchen und gegen den Durst Getränke.

                                                Kartenvorverkauf : Restaurant Delicato (Zentrum Alte Molkerei), Weserstraße 28, 27804 Berne Kartenvorbestellung: Telefon 04406/1203 und über die Homepage.

                                                Mehr Infos unter   www.kulturmuele-berne.de

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                                                  Tina Teubner in der Mühle

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                                                    Jahreshauptversammlung

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                                                      Unabhängigkeit ist hier Programm

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                                                      BRAKE_BERNE_LEMWERDER_tina-teubner-2014-2Kulturmühle Berne kümmert sich um kulturelles Angebot – Alle Arbeiten ehrenamtlich
                                                      Der Schwerpunkt des Programms liegt auf Konzerten und Kabarett. Aber auch Sportveranstaltungen wie die Fußball-Weltmeisterschaft werden gezeigt.

                                                       

                                                      Berne Für viele Ratsmitglieder ist der Verein Kulturmühle Berne der Garant für das kulturelle Leben in der Gemeinde. Seit 22 Jahren residiert der Verein an der Langen Straße und bietet den Interessierten über das gesamte Jahr alles, was mit Kunst und Kultur zu tun hat. Einen Großteil des Programm machen Konzerte und Kabarett beziehungsweise Comedyveranstaltungen aus, aber auch Filmvorführungen, Lesungen, Ausstellungen und Kunsthandwerk sowie die Übertragung von Sportveranstaltungen gehören zum Kulturbetrieb. In den Sommermonaten Juni und Juli werden deshalb in diesem Jahr auch wieder die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft übertragen.

                                                      „Neben der Entwicklung und Durchführung eines ausgewogenen kulturellen Programms waren wir zunächst mit der Instandsetzung des denkmalgeschützten Haupthauses beschäftigt“, sagt Pressewart Clemens Rittel. Das Haus stand seit der Stilllegung des Mühlenbetriebs im Jahr 1936 leer und war dem Verfall überlassen worden.

                                                      2003 konnte der Verein der Kulturmühle die Immobilie von der Erbengemeinschaft Frieling erwerben und hat seitdem die dazugehörenden Nebengebäude instand gesetzt, um auch diese für die Kulturarbeit zu nutzen. Dies geschehe alles in ehrenamtlicher Arbeit, betont Rittel. Denn anders als bei anderen Kulturzentren dies- und jenseits der Weser, werde der Kulturmühlenverein nicht mit regelmäßigen finanziellen Mitteln ausgestattet, um auch hauptamtliche Kräfte finanzieren zu können. „Sämtliche Gelder von außen müssen einzeln beantragt werden. Diese Unabhängigkeit von einem Träger ermöglicht uns aber auch eine künstlerische Freiheit und Flexibilität“, sagt Rittel. Dies werde auch vom Publikum, das zum größten Teil aus dem weiten Umland kommt, zu schätzen gewusst.

                                                      Eine Übersicht über die Veranstaltungen in der Kulturmühle in diesem Jahr ist im Infokasten zu finden. Regelmäßig findet hier auch an jedem ersten Mittwoch im Monat der Frauenarbeitskreis Frauenfrühstück statt.

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                                                        Frauenfrühstück

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                                                          Zum Auftakt ein Reisebericht

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                                                          Am Sonnabend, 1. März, 20 Uhr, geht es mit kabarettistischer Unterhaltung weiter. Tina Teubner gastiert mit ihrem Programm „Aufstand im Doppelbett“. Die Künstlerin ist nicht zum ersten Mal Gast in der Kulturmühle. Wer sie schon gehört und gesehen hat, weiß, wie treffend und bissig sie das Beziehungsgeflecht zwischen Frau und Mann analysiert. Ihr zur Seite steht der Pianist Ben Süverkrüp.

                                                          Ende März geht es musikalisch weiter. Der niederdeutsche Liederpoet Helmut Debus aus Brake wird am Freitag, 28. März, 20 Uhr, auf Plattdeutsch von „Dreien und Weihen“ singen. Dabei begleitet ihn sein Sohn Jakob auf der E-Gitarre. Helmut Debus schreibt seit nahezu 40 Jahren Lieder in plattdeutscher Sprache. Als Sänger und Komponist wurde er mit zahlreichen Kultur- und Literaturpreisen ausgezeichnet. In der Kulturmühle wird er bekannte ältere, aber auch ganz neue, bisher noch unveröffentlichte Titel präsentieren.

                                                          Ab Februar startet auch wieder das monatliche Frauenfrühstück. Immer am ersten Mittwoch eines Monat ab 9 Uhr sind Frauen allen Alters aus der Gemeinde eingeladen, sich in der Mühle an den gedeckten Tisch zu setzen. Zwischen klappernden Kaffeetassen und Käsebrötchen kommen sie über aktuelle politische, regionale  und allgemeine Themen ins Gespräch und planen gemeinsame Unternehmungen wie Besichtigungen und Kurzreisen. Im ersten Quartal treffen sich die Frauen am Mittwoch, 5. Februar, und Mittwoch, 5. März.

                                                          Auf der Internetseite www.kulturmuehle-berne.de können sich Interessierte über das neue Programm informieren.

                                                           

                                                           

                                                           

                                                           

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                                                            Puppenabenteuer im Meer

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                                                            1079031_1_teasersmallnocrop_52a4e65282a3fBirgit Neemann mit dem „Regenbogenfisch“ in der Kulturmühle

                                                            Zacharias Zackenfisch, Kuno Kugelfisch und Henry Wal sind einige der Hauptdarsteller in Birgit Neemanns Aufführung vom „Regenbogenfisch“. Mit dem 45-Minuten-Stück begeisterte das Mobile Figurentheater Bremen jetzt 70 Kinder und Erwachsene in der Kulturmühle Berne.

                                                            Ein Besuch der kleinen Ein-Frau-Bühne ist im Programm der Kulturmühle Berne seit Jahren festes Familienangebot in der Vorweihnachtszeit. Dass die Puppenspielerin kein ausgesprochenes Weihnachtsstück auf die Bühne bringt, schmälert die Freude am Spiel in keiner Weise. Und dass sich neben den kleinen Mädchen und Jungen auch die Erwachsenen gut bei der durchdachten Darbietung unterhalten, spricht für das Niveau, auf dem Birgit Neemann arbeitet.

                                                            Der glitzernde Regenbogenfisch besteht bei Birgit Neemann einige Abenteuer mit seinen fantasievoll gebauten Freunden Zacharias, Kuno, Fridolin, und Henry, dazu der heilkundigen Muschel Amanda von Austerstedt. Auf der Suche nach Heilalgen in der Teufelsschlucht lernt Harald den Tintenfisch Inky kennen, der weltweit Handel mit Tinte treibt.

                                                            Birgit Neemann ist bei ihrer Aufführung Spielerin, Beleuchterin, Technikerin, Kulissenschieberin und Erzählerin in einer Person. Nichts bleibt dem Zufall überlassen. Das Drehbuch für den „Regenbogenfisch“ ist mit seinen Wechseln von Erzählung, Spiel, Musik und Gesang pädagogisch so überlegt konzipiert, dass der Spannungsbogen über die gesamte Spieldauer erhalten bleibt.

                                                            Alles ist durchdacht: Das temperamentvolle Spiel der farbenprächtigen Fische hinter einem transparenten Wellenvorhang genauso wie die Erzählung, zu der die Figurenspielerin alles Licht bis auf einen Spot auf ihr Gesicht löscht. Während sie erzählt, schneidet sie aus gefaltetem Papier eine Fischgirlande, die auseinander gefaltet zu einem ganzen Fischschwarm wird.

                                                            Zu Beginn der Vorstellung hatte Birgit Neemann über ihre Vorliebe für Reisezeitschriften vom Meer einen Rahmen für das Theaterstück abgesteckt. Am Ende trat sie wieder aus ihrer Kiosk-Kulisse und schloss das Stück mit glitzernden Fischschuppen ab, die sie an die Kinder verteilte.

                                                             

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                                                              Presse-NWZ-Logo-1

                                                              Regenbogenfisch besucht Kulturmühle

                                                              Von
                                                               

                                                              Berne Unterhaltsam und spannend wird es an diesem am Sonnabend, 7. Dezember, um 15.30 Uhr in der Kulturmühle Berne werden, wenn das mobile Figurentheater Bremen auftritt und die Kinder zum Staunen bringen wird. „Der Regenbogenfisch“ heißt das Stück, das aufgeführt wird.

                                                              Und darum geht es: Bunt glitzern die Schuppen des Regenbogenfisches Harald. Er lebt mit seinen Freunden in den Tiefen des Meeres. In mehreren Geschichten wird erzählt, wie der Regenbogenfisch verschiedene Schwierigkeiten überwindet. Poetisch-witzige Geschichten vom Meeresgrund für Kinder ab drei Jahre und die ganze Familie. Die Dauer des Spiels wird etwa 50 Minuten sein. Sechs Euro müssen als Eintritt bezahlt werden. Kartenvorverkauf: Restaurant Delicato (Zentrum Alte Molkerei), Weserstraße 28, Berne. Kartenvorbestellung: Telefon   04406/1203 und im Internet unter www.Kulturmuehle-Berne.de.

                                                              Mehr Infos unter  www.mobiles-figuren-theater-bremen.de

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                                                                Presse-WKR-Logo-1

                                                                Grenzgänger präsentieren alte Kinderlieder

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                                                                1068678_1_teasersmallnocrop_5299180d94a24Berne. „Dunkel wars, der Mond schien helle“ – welcher Erwachsene kennt den lustigen Reim nicht noch aus Kindertagen? Aber so hatten ihn die mehr als 40 Gäste, die am Donnerstagabend zum Konzert der Gruppe Grenzgänger in die Kulturmühle gekommen waren, vermutlich noch nie gehört: mit Instrumenten vertont und gesungen. Das vielseitige Quartett riss sein Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hin.

                                                                 

                                                                „Ich bin froh, dass ich gekommen bin“, sagte eine Besucherin am Ende begeistert. „Unglaublich“, „wunderschön“ und „eine runde Sache“ waren weitere Vokabeln, mit denen sie das Konzert der Grenzgänger beschrieb. Die Bremer Musiker holten lang vergessene deutsche Kinderlieder aus alten Liederbüchern und entstaubten sie mit viel Liebe zum Detail.

                                                                Rhythmisch bewegen sie sich zwischen Blues und Folkmusik bis hin zum Rap. Als Hommage an ihre Heimatstadt Bremen haben die Grenzgänger den Stadtmusikanten ein selbst verfasstes Lied gewidmet. Obwohl Michael Zachcials, Jörg Fröses, Annette Rettich und Felix Kroll in der Kulturmühle mehr als 120 Minuten Gedichte und Lieder darboten, hatten viele Besucher das Gefühl, gerade erst gekommen zu sein, als das Konzert gegen 22.30 Uhr endete.

                                                                Den furiosen Abschluss bildete das Kinderlied von der Oma, die im Hühnerstall Motorrad fährt. Zu diesem Zeitpunkt war aus dem Quartett längst ein vielstimmiger Chor geworden. Und der ein oder andere Zuhörer dürfte auf dem Heimweg noch lange in Kindheitserinnerungen geschwelgt haben.

                                                                wellenlinie_1

                                                                  Presse-NWZ-Logo-1

                                                                  Lesung von berührend bis witzig

                                                                  Von
                                                                   

                                                                  BRAKE_BERNE_LEMWERDER_1_a5051426-cfad-4506-b448-9de0492032dd--373x337Berne „Elvis lebt!“ – Elvis lebt tatsächlich, und zwar als Kater in Berne. Britta Bartelds, die in Zusammenarbeit mit einem Tierschutzverein eine Pflegestation für hilflose Katzen betreibt, verlas seine Geschichte mit spürbarer Emphase. Das sichtlich bewegte Publikum lernte, dass Elvis, ein schwer kranker Fundkater, eigentlich ein hoffnungsloser Fall, dank intensiver Zuwendung der Autorin tatsächlich überlebt hat – nur eine von vielen Lesungen am Wochenende in der Kulturmühle.

                                                                  „Manche schlafen ein mit der Katze“, das neue „Lesebuch für die Wesermarsch“ wurde hier vorgestellt. Neben Bartelds stellten 16 weitere Autoren ihre Texte vor, darunter Edelhard Callies, Udo Hilfers von der Storchenstation, Pamela Krzenzissa und (vermittels eines Lesepaten) Ollivia Moore aus Berne. Aus Brake lasen Jutta Altmann-Brewe, Dr. Johan Altmann, Ulla Frost und Bodo Knischewski, aus Bremen Ekkehard Scheufler, aus Elsfleth Edith Koschnick, Jürgen Töllner und Ulrike Wieters-Wilcke. Der erst 15-jährige Luzian Krautstein, Jade, bereits in der Vorwoche gewürdigt als „Bester Nachwuchsautor“ des Buches, war ebenfalls wieder mit von der Partie. Petra Schomaker und Christa Fehlhaber aus Stadland komplettierten den Wesermarsch-Reigen.

                                                                  Dörte Spiekermann, die Geschäftsführerin der LEB Wesermarsch, und Reinhard Rakow von den Berner Bücherwochen stellten in ihren Einführungen denn auch unisono die Schreib-Kreativität und -Begeisterung der Wesermarsch heraus. Das Publikum konnte sich davon dank der Vielfalt der vorgestellten Texte ein gutes Bild verschaffen: schräg und witzig (bei Petra Schomaker up Platt, oder bei Edelhard Callies) ging es da zu, liebevoll heiter bei Ekkehard Scheufler oder Christa Fehlhaber, berührend engagiert bei Udo Hilfers oder Britta Bartelds, nachdenklich bei Edith Koschnick oder ernst bei den Eheleuten Altmann-Brewe, die Aspekte des Tierschutzes verhandelten. Sprachgewalt und gedankliche Tiefe eines Luzian Krautstein ließen das Kulturmühlenpublikum staunen.

                                                                  Mit der Auszeichnung „Bester Beitrag“ und einem Preisgeld von jeweils 100 Euro bedacht wurden Scheuflers Text „Der Pastor dankt dem lieben Gott und seinem Hund“, eine süffig erzählte Erinnerung an die Hungerzeiten der 50er Jahre in Warfleth, und Koschnicks „Märchen, das keiner hören wollte“, eine allegorische Auseinandersetzung mit der Massengeflügelhaltung.

                                                                  Die Szene des Drei-Stunden-Abends, in dem bis zum Schluss gespannte Aufmerksamkeit herrschte, ereignete sich, nachdem Reinhard Rakow Edith Koschnick Auszeichnungs-Urkunde und einen Umschlag mit dem Preisgeld überreicht hatte. Die Preisträgerin zeigte sich von Britta Bartelds Engagement spontan so beeindruckt, dass sie ihr dieses Preisgeld als Spende für die Katzenpflegestation übergab.

                                                                  wellenlinie_1

                                                                    Presse-NWZ-Logo-1

                                                                    Lachtherapie ohne Nebenwirkungen

                                                                    Von
                                                                     

                                                                    kuilturmühle berne john doyle 2--471x337Comedian John Doyle mit seinem Programm „Die Welt ist eine Bandscheibe“ in Berne

                                                                    Der amerikanische Komiker nimmt die Volkskrankheit „Rücken“ aufs Korn. Schmerzen verbinden und schaffen Freunde, hat er in seiner Wahlheimat festgestellt.

                                                                    Berne Die ganze Welt hat „Rücken“, Millionen Menschen zwackt es vom Nacken bis zum Steißbein. Millionen Menschen leiden still und heimlich, lassen sich bis zum letzten Atemzug multitherapieren.

                                                                    Einer, den die Zivilisationskrankheit heftig plagt, schickte sich in der rappelvollen Berner Kulturmühle an, die Geheimnisse für ein Überleben in einer Welt maroder Bandscheiben zu verraten. Der rückengeplagte Comedian John Doyle setzte eher zu einer Rundum-Lachtherapie zugunsten der Zuschauer an.

                                                                    Bei allen Erkenntnissen, für den gebürtigen Amerikaner aus New Jersey ist die Welt immer noch eine Scheibe, entwickelt über Jahrhunderte zu einer Bandscheibe.

                                                                    Schmerzen, so hat es Doyle in seiner Wahlheimat Deutsch­land beobach­tet, erfreuen sich einer vollendeten Integration. Schmerzen verbinden, fördern die Kontakte von Mensch zu Mensch, sind immer ein Gesprächsthema und machen Fremde zu Freunden.

                                                                    Noch hat „Rücken“ den Comedian nicht vollständig im Griff, aber er freut sich jetzt schon drauf. Beckenbodenübungen sollen bei Rückenbeschwerden sehr hilfreich sein, hat er erfahren, und die Übungen kann er auch schon.

                                                                    Auf seinem Schleuderkurs durch die Volkskrankheiten hat Doyle immer den körperlichen Verfall vor Augen: hier Syndrome, dort Syndrome, auch die Blasenschwäche lässt es immer zur falschen Zeit tröpfeln. Rat gibt die Apotheker-Rundschau: „Vermeiden Sie unpassende Momente“.

                                                                    Mit verbalen Flic-Flacs interpretiert der Comedian seine Besuche bei Quacksalbern und Heiltherapeuten, bei Aerobic-Freaks im Fitnessstudio und im Massagesalon mit interessanten Mitarbeiterinnen. Höhepunkt ist der Besuch im Yoga-Zentrum. Er solle in den „Hund gehen“ bestimmt die Großmeisterin. Doyle: „Ich habe gebellt, das Bein gehoben – nix hat geholfen, kein Wunder, wenn alle anderen Yoga-Schüler gerade im Frosch waren.“

                                                                    Nach Doyles Parforceritt durch die Welt der Schmerzen ist sein Publikum endlich reif für eine Therapie gegen Zwerchfellerschütterungen, Dr. Doyle rät zum Weglachen, das hilft, ohne den Arzt oder Apotheker zu fragen.

                                                                    wellenlinie_1

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                                                                      Warnung vor den dunklen Seiten des Kapitalismus

                                                                      Von

                                                                      1046780_1_teasersmallnocrop_5281503024f96Berne. Wirtschaftswunder, blühende Landschaften und Exportüberschüsse: Wer die deutsche Wirtschaft vor allem damit verbindet, übersieht, was sich hinter den Kulissen abspielt. Sagt zumindest Hans See, ehemaliger Professor an der Fachhochschule Frankfurt. See hat es sich zur Aufgabe gemacht, die dunklen Seiten der Wirtschaft auszuleuchten. Was er dabei entdeckt hat, berichtete er jetzt im Rahmen der Berner Bücherwochen in der Kulturmühle.

                                                                      .

                                                                      Die Wirtschaft leistet massiven Widerstand gegen jegliche staatliche Einmischung in ihre Geschäftspolitik – so die Hauptthese des 79-Jährigen. Notfalls weiche sie in rechtsfreie Räume oder in Diktaturen aus. Oder neutralisiere mittels Bestechung oder Erpressung missliebige öffentliche Kontrollen, Gesetze und gewerkschaftliche Mitbestimmungsrechte.

                                                                      Sie erinnerte an die Siebzigerjahre, als Mercedes-Benz in Argentinien von der Bekämpfung störender Betriebsräte durch die Militärs profitiert habe, und erzählte von einem Unternehmen, das seine Produktion von China zurück nach Deutschland verlegt habe. Der Grund: Die zunehmenden Rechte chinesischer Arbeiter, Streiks und höhere Umweltauflagen hätten die Wettbewerbsvorteile inzwischen aufgezehrt.

                                                                      Oft sei das Ausweichen des Kapitals in rechtsfreie Räume jedoch gar nicht nötig, so See, da die Gesetzgebung der bürgerlichen Demokratien von Beginn an auf die Interessen der Besitzenden ausgerichtet worden sei. Ausdruck davon sei das Dreiklassenwahlrecht in Preußen, das der kleinen Gruppe der großen Steuerzahler von vornherein den größten Einfluss im Parlament sicherte. Die Mittel, sich Vorteile zu sichern, haben sich nach Meinung des Referenten wesentlich verändert. Die Zerstörung des Urwalds in Brasilien zulasten der Einheimischen und zum Wohle westlicher Konzerne geschehe beispielsweise völlig legal. Nach den Gesetzen legal, aber in Wirklichkeit „das gigantischste Wirtschaftsverbrechen seit dem Zweiten Weltkrieg“ war für Hans See die Arbeit der Treuhandanstalt, die die Betriebe der ehemaligen DDR abwickelte.

                                                                      Weitere Beispiele für die kriminelle Energie der Konzerne sieht der Referent in illegalen Rüstungsexporten und Geldwäsche. See berichtete von Steuer- und Zollfahndern, die nach der Aufdeckung solcher Fälle versetzt oder für psychisch krank erklärt wurden. Menschen wie der Soldat Bradley Manning, der zu 35 Jahren Haft verurteilt wurde, weil er geheime Dokumente über die Vergehen von USA-Soldaten im Irak an die Enthüllungsplattform WikiLeaks weiterreichte, und auch Edward Snowden sind für Hans See tragische Helden – sie bekämen die ganze Macht des Systems zu spüren. Die FDP-Politiker Flick und Lambsdorff hätten dagegen nach ihrer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit der illegalen Parteispendenpraxis der Siebzigerjahre erst richtig Karriere gemacht.

                                                                      Diese und weitere Beispiele, auf die er vor gut 20 Zuhörern in Berne einging, sind Sees Ansicht nach Belege für ein kriminelles Wirtschaftssystem. „Der Untergrundkapitalismus ist hochgefährlich, weil er außer Kontrolle ist“, warnte der Referent. Denn Leidtragende seien die Demokratie und die Menschen, die nichts als ihre Arbeitskraft besäßen.

                                                                      wellenlinie_1

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                                                                        Ein Vormittag voller Lächeln

                                                                        Von Gabriele Bode

                                                                        BRAKE_BERNE_LEMWERDER_2_b6399ce1-e835-4eba-83e6-b3015e83bb0d--597x337Joe-Dinkelbach-Trio spielt in der Kulturmühle in Berne auf

                                                                        Das Publikum in der voll besetzten Kulturmühle war begeistert. Das Trio hatte am Sonntagvormittag ein Heimspiel.

                                                                        Berne „Big Smile“ lautete nicht nur der erste Titel beim Konzert des Joe-Dinkelbach-Trios, sondern war den gesamten Sonntagvormittag Programm auf der Bühne, denn das Lächeln wich den Musikern selten aus dem Gesicht. Normalerweise wären seine Auftritte wesentlich weiter entfernt, freute sich Joe Dinkelbach bei der Begrüßung über das „Heimspiel“ und war begeistert von dem voll besetzen Obergeschoss der Kulturmühle.

                                                                        Aber nicht als Trio, sondern auch als Quartett – ab dem zweiten Song gab es musikalische Unterstützung von Jazzsängerin und Ehefrau Britta Dinkelbach – wurde entspannt drauf los geswingt. „Mein Bruder brachte mir diese Musikrichtung näher. Ohne die Leidenschaft für den Vocal-Jazz hätte ich wahrscheinlich niemals meinen Mann kennengelernt“, verriet Britta Dinkelbach. Mit Ralf Jackowski am Schlagzeug und Dirk Piezunka am Saxophon gab es jazzige Interpretationen von Prince, Sting oder Ray Charles, die gut beim begeisterten Publikum ankamen.

                                                                        wellenlinie_1

                                                                          Presse-NWZ-Logo-1

                                                                          Besucher von Umbau absolut begeistert

                                                                          Von
                                                                           

                                                                          DSC_0146--600x311

                                                                          Clemens Rittel, Karin Dialer-Strackerjan, Elke Onken, Dirk Pohlmann und Wolfgang Focke kuemmerten sich um die Bewirtung der Gaeste am Tag der offenen Tuer

                                                                          Tag der offenen Tür

                                                                          Berne Voller Stolz präsentierten die Mitglieder der Kulturmühle der Öffentlichkeit bei einem Tag der offenen Tür die Umbaumaßnahmen und das fertiggestellte Maschinenhaus. Sehr froh ist man über die jetzt sauber und hell gefliesten Toiletten mit automatischem Lichtschalter. Aber auch die Notausgangstür mit Außentreppe im oberen Geschoss verschafft nun ein wesentlich besseres Gefühl, freut sich Geschäftsführerin Karin Dialer-Strackerjan.

                                                                          Sehr gut kommt das Maschinenhaus bei den Besuchern an, die im Laufe des Tages neugierig vorbeischauen. Unzählige Möglichkeiten bietet der große, gemütliche und barrierefreie Raum mit der entsprechenden Zuwegung, schwärmt Wolfgang Focke, der dabei besonders an ältere Mitbürger denkt. „Gerade Senioren haben keine Lust, für einen Kinobesuch weit zu fahren. Dass wir unsere Gäste im Notfall auch abholen, gehört bei uns zum Service“, versichert er. Und die bisher meistens ausverkauften Kinovorstellungen geben ihm Recht. „Kino oder Frauenfrühstück finden künftig genau wie EM- oder WM-Fußballübertragungen im Maschinenhaus statt.

                                                                          Auch Konzerte von Künstlern mit sehr schweren Instrumenten sind hier geplant. Sehr schön ist auch das Behinderten-WC geworden, das, genau wie die meisten anderen Arbeiten in Eigenleistung gebaut wurde“, so die Geschäftsführerin, die sich in den Monaten zuvor unermüdlich um die Finanzierung des Projekts kümmerte. Seitenweise Anträge mussten dabei ausgefüllt werden. Aber die Arbeit hat sich gelohnt.

                                                                          Nur dank der Zuschüsse und Spenden von der Gemeinde, des Landkreises, der Oldenburger Landschaft und verschiedener Banken, was normalerweise völlig unüblich ist, konnte das ehrgeizige Vorhaben verwirklicht werden.

                                                                          Mit einem Sektempfang bedankten sich die Betreiber der Kulturmühle darum noch einmal herzlich bei allen Geldgebern.

                                                                          wellenlinie_1

                                                                           

                                                                            Presse-NWZ-Logo-1

                                                                            Umbau nahezu beendet

                                                                            Von Fried-Michel Carl
                                                                             

                                                                            BRAKE_BERNE_LEMWERDER_2_51e0c454-5119-4841-8054-fba58410780c--568x337Kulturmühle baut im Verborgenen
                                                                            Fluchttreppe wird angebracht – Renovierung der Toilettenräume vor dem Abschluss
                                                                            Der Verein erfüllt auch Brandschutzauflagen des Landkreises. Am 25. August sollen die Arbeiten spätestens beendet sein.

                                                                            Berne Das Gebäude der Kulturmühle Berne liegt im Sonnenlicht. Es herrscht Ruhe am Montagmorgen. Handwerker sind keine vor Ort. Auch ein Blick ins Haus lässt nur erahnen, was bislang gebaut worden ist, denn im Sanitärbereich mangelt es an Licht. Genau hier aber ist der Fortschritt am größten: Die Fliesen sind schon an Wand und Fußboden angebracht, jetzt können die Sanitärtechniker kommen und später Zwischenwände in den Toiletten eingebaut worden. „Wir sind im Zeitplan“, erläutert Karin Dialer-Strackerjan aus dem Vorstand des Vereins Kulturmühle Berne.

                                                                            24 000 Euro haben die Berner dafür aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst erhalten. Und die tun dem Verein gut, denn auch an anderer Stelle musste gebaut werden. Im Inneren sind an der Decke jetzt grüne Hinweise zu den Notausgängen zu sehen. Und in ein Loch in der Wand im ersten Stock, dass mit einer Holzplatte verschlossen ist, wird demnächst eine Tür eingebaut, die später zur verzinkten Nottreppe führen soll. „Die Fundamente dafür sind schon gegossen“, erläutert das Vorstandsmitglied und ergänzt, dass damit Brandschutzauflagen des Landkreises erfüllt werden. Fast 17 000 Euro werden die Maßnahmen kosten. Gut tut dabei auch jede Spende.

                                                                            21 000 Euro sind dafür vorgesehen, einen Raum zwischen dem Maschinenhaus und dem Hauptgebäude zu bauen. Diese Maßnahme soll erst 2014 begonnen werden.

                                                                            Der vollen Nutzung überführt werden konnte bereits das Maschinenhaus im hinteren Bereich des Grundstücks. Jetzt ist der Raum voll möbliert und sind erste Werke von heimischen Künstlern an den Wänden zu betrachten. Der helle Raum steht im krassen Gegensatz zu dem dunklen im großen Gebäude.

                                                                            Die Arbeiten am Mühlengebäude sollen bis zum 25. August beendet sein. Dann startet die Kulturmühle um 11 Uhr mit der Band „Le Clou“ in den zweiten Teil des Jahresprogramms.

                                                                            wellenlinie_1

                                                                              Presse-NWZ-Logo-1

                                                                              Musikalische Reise durchs Leben

                                                                              Von
                                                                               

                                                                              BRAKE_BERNE_LEMWERDER_2_42af78e6-82d4-4a53-9ea3-6d2491ac02db--247x337Bremer Travestiekünstler Sally Williams begeistert in Kulturmühle

                                                                              Ohne Starallüren agierte der Künstler in Berne.
                                                                              Er bot einen musikalischen Einblick in seine Lebensgeschichte mit allen Höhen und Tiefen.

                                                                              Berne Ihr 30. Bühnenjubiläum feierte Sally Williams jetzt mit ihrem treuen Publikum in der Kulturmühle. Seit 19 Jahren gastiert der Bremer Travestie-Künstler in Zweijahresrhythmus in Berne und nahm die Gäste dieses Mal in einem Soloprogramm mit auf eine musikalische Reise durch ihre ganz persönliche Lebensgeschichte mit allen Höhen und Tiefen.

                                                                              Mit „I believe in Music“, auf Plateausohlen, im Glitzertop und mit Strubbelfrisur – ganz im Stil der 70er –, begann die zweieinhalbstündige Kabarettshow durch die Vergangenheit, in der die Diva ihre Vielseitigkeit demonstrierte. Beeindruckt vom Glamour der 70er, zu denen der Grand Prix de Eurovision 1972 mit „Beg, Steel or Borrow“ sowie „Ballroom Blitz“ oder „Dr. Sommer“ gehörten, stellte sich Sally Williams erstmals die Frage: „Wo gehöre ich hin?“, um nach der Reise durch die Kindheit für einen Augenblick von der Bühne zu verschwinden.

                                                                              Liza Minnelli“ war das erste von vielen glamourösen Outfits und Perücken, mit denen es schonungslos und äußerst amüsant durch die Karrierelaufbahn des Bremer Künstlers ging. Begonnen mit der Adoption, dem Talentwettbewerb, schlecht bezahlten ersten Arrangements, dem wilden Leben in Berlin oder dem Rauswurf aus dem damals besonders prüden Bayern über die ersten „Gay-Nights“ auf dem Bremer Freimarkt bis zu den amüsanten Eifersüchteleien auf öden Schützenfesten der Provinz offenbarte Williams dem Publikum gekonnt im munteren Wechsel aus Komik, Tragik, gesanglichen oder tänzerischen Darbietungen sein Leben.

                                                                              Starallüren zeigte Williams trotz der langen Bühnenpräsenz keine, sondern ließ sich nach dem gelungenen Auftritt Zeit für seine Fans. „Je professioneller ein Künstler ist, desto weniger hat er Gezicke nötig“, freute sich auch Kulturmühle-Vorstand Wolfgang Focke über den gern gesehenen Gast. Dabei erinnerte er sich besonders an den Berner Auftritt vor zwei Jahren, wo direkt nach der Pause die Beschallungsanlage versagte. „Sally zeigte dabei seine wahren Talente und führte die Show dank seines Improvisationstalents einfach professionell fort.“

                                                                              Und genau dieses Können auf möglichst vielen und immer neuen Gebieten ist es auch, was der Künstler in diesem manchmal harten Job überleben ließ. Über die drei Jahrzehnte, in denen er bis jetzt davon lebte, das zu tun, wozu er wirklich Lust hatte, ist Williams froh und stolz zugleich, wie er später erklärte.

                                                                              Ganz anders als Olivia Jones, die sich als „Verona Feldbusch-Typ“ zur Marke gemacht hat, war das Fernsehen für Sally Williams wenig karrierefördernd. Dafür machen ihm das Singen, Tanzen und der direkte Kontakt zum Publikum zu viel Spaß, wie auch am Sonnabend wieder zu merken war.

                                                                              wellenlinie_1

                                                                                Presse-NWZ-Logo-1

                                                                                Führende Rolle bei der Kulturarbeit

                                                                                Von

                                                                                BRAKE_ELSFLETH_1_afa67aa6-60b8-441f-816a-51de98ec40a7--600x297

                                                                                Mit der Ehrennadel der Oldenburgischen Landschaft wurden [von links) Annegret Schildt, Baerbel Logemann, Wolfgang Strackerjan und Evelin Ritter in der Elsflether Stadthalle ausgezeichnet.

                                                                                Elsfleth Die vorgetragenen Musikstücke des Bläserensembles der Musikschule Wesermarsch hätten passender nicht sein können bei der 74. Landschaftsversammlung der Oldenburgischen Landschaft am Sonnabend in der Stadthalle Elsfleth: Die Musiker spielten einige Themen aus der Trickfilmserie „Wickie und die starken Männer“. Diese Lieder wiesen auch auf die maritime Bedeutung Elsfleths in der voll besetzten Stadthalle hin.

                                                                                Viel Prominenz hatte sich morgens eingefunden: Grußworte sprachen Landrat Michael Höbrink sowie der Niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies. Elsfleths Bürgermeisterin Traute von der Kammer beeindruckte mit einer viel beachteten Rede (siehe weiteren Bericht auf dieser Seite). Der Festvortrag von Professor Dr. Eckhard Grunewald (Universität Oldenburg) über das Buch „Ammergausche Frü(h)lingslust“ und das Leben rund um Oldenburg des Historiographen Johann Justus Winckelmann (1620-1699) rundete eine Versammlung ab, die einmal mehr bestätigte, welche Bedeutung diese Vereinigung für das Oldenburger Land besitzt und welch wichtige Rolle die Mitglieder für den Erhalt und die Förderung der Kultur ausfüllen.

                                                                                  Landschaftspräsident Thomas Kossendey ehrte vier Persönlichkeiten aus dem Landkreis Wesermarsch für ihre Verdienste: Die Ehrennadel der Oldenburgischen Landschaft erhielten die Vorsitzende des Kulturzentrums Seefelder Mühle, Bärbel Logemann, die Vorsitzende des Fördervereins Bronzezeithaus Hahnenknoop (bei Rodenkirchen), Evelin Ritter, die Vorsitzende der Kreisarbeitsgemeinschaft der Landfrauenvereine im Landkreis Wesermarsch, Annegret Schildt, sowie der langjährige frühere Vorsitzende der Kulturmühle Berne, Wolfgang Strackerjan.

                                                                                Bei seiner Laudatio hob Thomas Kossendey hervor, dass sich Bärbel Logemann in vielerlei Hinsicht um die Kultur in der Wesermarsch verdient gemacht habe, angefangen mit der Restaurierung von Gut Neuenhuntorf. Sie habe die Route der Baukultur mitinitiiert und arbeite in der lokalen Aktionsgruppe Wesermarsch in Bewegung mit. „Beim Aufbau des Handwerkmuseums Ovelgönne wirkte Bärbel Logemann ebenso mit wie bei dem Projekt Himmelfahrt Wesermarsch“, betonte der Landschaftspräsident. Besonders engagiere sich Bärbel Logemann als Vorsitzende des Trägervereins des Kulturzentrums Seefelder Mühle. Sie sei zudem Vorsitzende des Stiftungsrates der Kulturstiftung Wesermarsch und arbeite mit in der Regionalstiftung der Landessparkasse zu Oldenburg.

                                                                                Seit 2006 sei Evelin Ritter die Vorsitzende des Fördervereins Bronzezeithaus Hahnenknoop. Sie engagiere sich mit großem Elan. Ein Hauptaugenmerk gelte dabei den jüngeren Besuchern. Besonders habe sich Evelin Ritter auch durch das Erarbeiten inhaltlicher und organisatorischer Konzepte verdient gemacht.

                                                                                Große Verdienste in der Landfrauenarbeit habe sich Annegret Schildt erworben. Sie sei seit vielen Jahren die Vorsitzende der Kreisarbeitsgemeinschaft der Landfrauenvereine. Dieser Zusammenschluss von 15 Ortsvereinen mit mehr als 2200 Mitgliedern sei der größte Frauenverband in der Wesermarsch. Die vielfältigen Aktivitäten der Kreisarbeitsgemeinschaft trügen die Handschrift der Vorsitzenden, sagte Thomas Kossendey.

                                                                                Als langjähriger Vorsitzender habe Wolfgang Strackerjan im wesentlichen dazu beigetragen, die Berner Kulturmühle zu dem zu machen, was sie heute sei. Der Geehrte war 1992 Gründungsmitglied des Fördervereins Molkerei, des heutigen Vereins Kulturmühle Berne. Bis heute würde er sich für die Kulturmühle einsetzen und habe durch sein Vorbild auch jüngere Mitbürger zum Mitmachen motiviert, merkte Thomas Kossendey an.

                                                                                wellenlinie_1

                                                                                  Presse-NWZ-Logo-1

                                                                                  Eine Erfolgsgeschichte mit 1835 Gästen

                                                                                  Von Gabriele Bode

                                                                                  BRAKE_BERNE_LEMWERDER_1_9e661c22-5b4b-4fd1-a195-02abba947bc7--600x309

                                                                                  v.l.: Geschaeftsfuehrerin Karin Dialer-Strackerjan, Clemens Rittel, der sich im Gebaeudebeirat engagiert, der Vorsitzende Wolfgang Focke und der Leiter des Programmbeirats Juergen Graupner (von links).

                                                                                  Jahreshauptversammlung der Kulturmühle Berne
                                                                                  Führungswechsel zum nächsten Jahr geplant

                                                                                  Berne „Wir sind der einzige gemeinnützige Verein im norddeutschen Raum, der keine Schulden hat“, erklärte Wolfgang Focke, Vorsitzendender des Verein Kulturmühle Berne, auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung. Damit sprach er ganz besonders Geschäftsführerin Karin Dialer-Strackerjan seinen Dank aus, die sich neben vielen anderen Aufgaben um die finanziellen Belange des Vereins kümmert. Ihrer Beharrlichkeit bei der Beschaffung von Fördermitteln und Spenden sowie dem Einsatz unzähliger Helfer, die mit ihrer Tatkraft oder materiellen Mitteln immer zur Stelle waren, ist der gute Ruf zu verdanken, den die Kulturmühle inzwischen weit über Bernes Grenzen hinaus hat.

                                                                                  „Kurz vor seiner Vollendung steht das Gesamtensemble Kulturmühle als Baudenkmal und kulturelles Zentrum“, hieß es in Fockes Bericht. Die zunehmende Vermüllung des Grundstücks durch die wachsende Zahl der leer stehenden Gebäude in der Nachbarschaft sei dabei allerdings ein Ärgernis. Bei den denkmalgeschützten Häusern könnten beispielsweise verstärkt die Eigentümer vom Ordnungsamt in die Pflicht genommen werden, so Focke.

                                                                                  In 21 Jahren hat der Verein das zuvor Jahrzehnte leer stehende Mühlengebäude Schritt für Schritt saniert. Durch den Wiederaufbau des angrenzenden Maschinenhauses ist es nun fast komplett. Lediglich Pflasterarbeiten und der Zwischenbau, der beide Gebäude verbinden soll, stehen neben der Modernisierung der Toiletten und erforderlichen Brandschutzmaßnahmen noch an. 24 000 Euro der dafür eingeplanten Gesamtkosten von 31  000 Euro sind bereits vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur bewilligt, so dass der Verein auch dieses Mal keinen Kredit aufnehmen muss und die Arbeiten überwiegend in Eigenleistung noch dieses Jahr abschließen kann.

                                                                                  Stetig wächst die Zahl der Besucher, die dort in ganz besonderer Atmosphäre hautnah die Akteure auf der Bühne erleben möchten. Mit der bunten Mischung des Programms, die künftig mehr jüngere Leute ansprechen möchte, konnten im vergangenen Jahr insgesamt 1835 Gäste angelockt werden. Aber auch in den Künstlerkreisen zählt es mittlerweile als Ehre, hier auf der Bühne stehen zu dürfen, haben Jürgen Graupner, Leiter des Programmbeirats und der Vorsitzende Focke festgestellt.

                                                                                  Nach dem das Kulturprojekt nun auf einem guten Weg sei, werde es jedoch langsam Zeit, die Führung in jüngere Hände abzugeben, bereitete Karin Dialer-Strackerjan die Anwesenden darauf vor, dass sie und Wolfgang Focke bei den Wahlen im kommenden Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Ihren Nachfolgern wollen beide aber natürlich auch in Zukunft hilfreich zur Seite stehen.

                                                                                  Die nächste große Veranstaltung wird der Frauentag am 8. März sein. Traute Römisch mit ihrem Programm „Männer sind anders….“ wird zu Gast sein. Um 18 Uhr eröffnet die Gleichstellungsbeauftragte Stefanie Hanft das Frauenfest, zu dem auch ein Fingerfood-Buffet gehört.

                                                                                   

                                                                                  wellenlinie_1

                                                                                    Presse-NWZ-Logo-1

                                                                                    Mix aus Bekanntem und Neuem

                                                                                    Von

                                                                                    BRAKE_BERNE_LEMWERDER_1_3ccc4a9d-f73d-41e3-8e27-c64dba1cd513--407x337Joe-Dinkelbach-Trio spielt Jazz – Literarischer Abend zum Auftakt

                                                                                    In „Songs & Wisper“ bekommen Musiker die Chance, auf sich aufmerksam zu machen. Auch drei Kinoabende wird es in der Kulturmühle Berne 2013 geben.

                                                                                    Berne 20 Jahre ist der Verein „Kulturmühle Berne“ im vergangenen Jahr alt geworden. In dieser Zeit haben es die Verantwortlichen geschafft, Jahr für Jahr ein ausgewogenes Programm auf die Beine zu stellen und dafür zu sorgen, dass die Einrichtung schwarze Zahlen schreibt. „Das ist eine gute Bilanz“, ist Vorstandsmitglied Wolfgang Strackerjan etwas stolz. Damit dies im Jahr 2013 so bleibt, bietet die Kulturmühle wieder eine gelungene Mischung aus leichter und anspruchsvoller Unterhaltung an.

                                                                                    Viele Anfragen

                                                                                    50 Personen und Gruppen hatten angefragt, in Berne auftreten zu dürfen. Keine leichte Wahl für den Vorstand, die richtige Mischung zu finden. „Wir freuen uns, dass das Joe-Dinkelbach-Trio kommen wird“, erklärt Wolfgang Strackerjan. Am 27. Oktober werden Britta und Joe Dinkelbach, die von dem Bremer Saxofonisten Dirk Piezunka sowie dem Schlagzeuger Ralf Jackowski unterstützt werden, ihrer großen Leidenschaft, dem Jazz, frönen. Die Dinkelbachs stehen seit Jahren gemeinsam auf der Bühne und wissen ihr Publikum mit swingenden Jazzstandards, eigenwillig interpretierten Popsongs wie Purple Rain von Prince oder Fragile von Sting sowie groovenden Eigenkompositionen zu begeistern.

                                                                                    Mit Stolz teilte Wolfgang Strackerjan mit, dass es gelungen sei, den Kabarettisten Wolfgang Trepper zu gewinnen. „Dinner for DU“ heißt sein Programm, das er am 23. Februar präsentieren wird . In seinem Rückblick wird das alte Jahr noch einmal zusammengefasst, analysiert und gehausputzt, das es kracht. Gibt es noch Hoffnung, im Kampf gegen die Weltherrschaft der Blöden? Trepper wird seine eigene Antwort geben.

                                                                                    Aber auch Bekanntes wie zum Beispiel Le Clou (25. August), die Gruppe Finnegan mit der „feinen“ irischen Pub Musik (14. September) sowie dem Mobilen Puppentheater Bremen (7. Dezember) ist wieder zu Gast in der Kulturmühle.

                                                                                    Ein wesentlicher Bestandteil des Programms der Kulturmühle ist auch die Musikreihe „Songs & Whispers“, die sechsmal in dem Programm auftaucht. Gestartet wird diese Reihe am 16. Februar mit der englischen Band Joyce, The Librarian. Die Gruppe ist ein Projekt aus Bristol, die sich lose zwischen Folk und Indie mit bristoltypischem Nu-Folk Sound verortet. An fünf weiteren Abenden des Jahres erhalten Interpreten die Chance, sich einem breiteren Publikum zu präsentieren. Wer wann auftritt, wird noch bekanntgegeben, teilen die Verantwortlichen der Kulturmühle mit.

                                                                                    Faszinierende Bilder

                                                                                    Genuss versprechen auch die Kinoabende. Zum einen werden faszinierende Bilder von Kambodscha und Vietnam zu sehen sein, zum anderen Bilder von der Nordsee von oben. Ein dritter Filmabend rundet das Angebot ab.

                                                                                    Den Auftakt des Programms im Jahr 2013 findet am 15. Februar statt. „Splitter“ ist ein literarisch loses Lesungsprogramm von und mit Jana Jürß und Reinhard Rakow. Politisch, poetisch, bewegt und bewegend bietet das Duo dem Zuhörer ein Reigen unterschiedlicher Texte.

                                                                                    Wer sich schon frühzeitig Karten für die ein oder andere Veranstaltung sichern möchte, hat dazu mehrfach Gelegenheiten: Im Restaurant Delikato (Zentrum Alte Molkerei), Weserstraße 28, 27804 Berne können sie im Vorverkauf erworben werden, unter Telefon   04406/1203 vorbestellt werden.

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